6. Oktober 2020, 09:06
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Positives Signal: Finanzmärkte konjunkturell statt monetär getrieben

Beat Thoma, CIO von Fisch Asset Management, äußert sich zu den aktuellen Marktentwicklungen und hat erfreuliche Nachrichten parat.

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Beat Thoma, Fisch Asset Management

„Von Normalität zu sprechen, wäre noch etwas verfrüht. Aber es mehren sich die Anzeichen, dass zumindest eine gewisse Normalisierung der Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten einkehrt. Denn traditionelle Zusammenhänge stehen wieder im Vordergrund. Der Input in unser hauseigenes Makromodell, insbesondere Konjunktur- und monetäre Indikatoren, produziert somit wieder aussagekräftige Ergebnisse, darunter Prognosen zum konjunkturellen Wachstum und der Entwicklung der Aktien- und Kreditmärkte. Die temporär starken Verzerrungen durch die massiven Eingriffe von Regierungen und Notenbanken haben sich abgeschwächt. Das globale Wirtschaftssystem entwickelt sich wieder aus eigener Kraft und wird nicht mehr von Schockwellen getrieben, die von außen einwirken.

Negative Effekte für Finanzmärkte werden kompensiert

Die aus der abnehmenden Dynamik der Geldpolitik resultierenden negativen Effekte für die Finanzmärkte werden durch eine deutliche Beschleunigung der globalen Konjunktur kompensiert. Obwohl sich die Geldpolitik mit größter Wahrscheinlichkeit nicht noch weiter normalisieren dürfte und sich gleichzeitig aber die Erholung der Weltkonjunktur verstärkt fortsetzt, resultieren mittelfristig sogar wieder insgesamt positive Impulse für die Finanzmärkte. Trotzdem erwarten wir für die kommenden Wochen aufgrund verschiedener Unsicherheiten – genannt seien die US-Wahlen oder der Brexit – eine stark erhöhte Volatilität mit temporärem Korrekturpotenzial. Dies betrifft Unternehmensanleihen und Aktien gleichermaßen, da sich beide Anlageklassen bewertungstechnisch angeglichen haben. Wir sehen aktuell Corporate Bonds fair und Aktien nur noch leicht erhöht bewertet.

Covid-19-Pandemie bleibt Unsicherheitsfaktor

Die anhaltend starke weltweite Ausbreitung der Covid-19-Epidemie bleibt leider ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor. Es zeichnen sich immer stärker längerfristige, strukturelle volkswirtschaftliche Schäden ab, die in absehbarer Zeit negative Spuren in der Bewertung der Aktien- und Kreditmärkte hinterlassen könnten. Die derzeit schnell fortschreitende Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungstherapien dürfte diese Schäden aber begrenzen. Zudem ist die Tatsache zu berücksichtigen, dass der derzeitige Aufschwung auch ohne vorhandenen Impfstoff stattfindet. Generell bleibt festzuhalten: es ist ein positives Signal, dass die Finanzmärkte wieder konjunkturell statt monetär getrieben sind. Investoren dürfen daher mittel- bis langfristig zuversichtlich sein.“

Foto: Fisch AM

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