13. Juli 2020, 12:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vermögende Anleger rechnen mit dauerhaften Veränderungen nach Covid-19

Infolge der COVID-19 Pandemie rechnen unter vermögenden Anlegern rund 75 Prozent mit tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Leben. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Investor Watch des weltweit führenden Vermögensverwalters UBS.

Corona Weltshutterstock 1654083868 in Vermögende Anleger rechnen mit dauerhaften Veränderungen nach Covid-19

Laut der Reports, für den mehr als 3750 wohlhabende Personen in 15 Märkten weltweit befragt wurden, planen die meisten Anleger, ihren Lebenswandel nach der Pandemie anzupassen:

  • 7 von 10 Befragten plant in Zukunft weniger zu reisen und Fahrten ins Büro zu reduzieren
  • 50 Prozent äußerten, näher zu ihren Familienangehörigen ziehen zu wollen
  • 46 Prozent können sich vorstellen, aus der Stadt heraus in weniger stark besiedelte Gebiete zu ziehen
  • 88 Prozent geben an, gesund zu bleiben sei ihre oberste Priorität
  • 87 Prozent der befragten Anleger geben zudem an, dass sich die Pandemie auch bereits auf ihre Einstellung zum Thema Finanzen ausgewirkt habe:
  • 56 Prozent sorgen sich, im Falle einer weiteren Pandemiewelle nicht genug gespart zu haben
  • 58 Prozent befürchten, länger arbeiten zu müssen um Verluste bei der Altersversorgung auszugleichen
  • 60 Prozent machen sich Gedanken darüber, ihren Familienangehörigen im Falle einer Erkrankung finanziell zur Last zu fallen
  • 54 Prozent sorgen sich, der nächsten Generation nicht genug Geld hinterlassen zu können
  • Insgesamt geben 83 Prozent der vermögenden Anleger an, in der Krisenzeit mehr Finanzberatung als sonst zu wünschen.

Tom Naratil, Co-Präsidenten von UBS Global Wealth Management: «COVID-19 hat die Sichtweise der Anleger auf die Welt dauerhaft gezeichnet. Zudem hat die Pandemie bereits dazu geführt, dass sich Anleger mehr mit der Finanzierung ihrer Bedürfnisse in Bezug auf Liquidität, Langlebigkeit und ihr Vermächtnis beschäftigen. Die Pandemie dürfte Anlegern einen Impuls geben, sich angemessen beraten zu lassen und ihre Finanzen belastbarer zu machen.»

Im Vergleich mit anderen Generationen geben Millennial-Anleger am häufigsten an, finanziell von der Pandemie betroffen zu sein (73%) und sorgen sich ebenfalls mehr um ihre Finanzen als beispielsweise die Boomer-Generation. 74 Prozent der Millennials gibt an, die Pandemie habe Auswirkungen darauf, wie sie über ihr Geld denken. Millennials tragen zudem am häufigsten die Sorge, zum Ausgleich von Verlusten länger arbeiten zu müssen, nicht genug erspartes Geld zu haben und im derzeitigen Umfeld ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Millennials beschäftigt aber auch am stärksten der Gedanke, dass ihr Geld etwas bewirken soll. Etwa ein Drittel von ihnen hat die finanzielle Unterstützung für Familienangehörige und Freunde erhöht, während COVID-19 dazu geführt hat, dass 69 Prozent Interesse an nachhaltigen Anlagen und 60 Prozent an Philanthropie zeigen.

Der Blick auf die Weltregionen zeigt zudem, dass Anleger in Lateinamerika am ehesten der Ansicht sind, die Welt verändere sich nach COVID-19 dauerhaft, gefolgt von Anlegern in den USA.

USA
Vor dem Hintergrund, dass die USA noch an der Eindämmung der Pandemie arbeiten, sind 82 Prozent der US-Anleger schon jetzt der Ansicht, dass sich ihre bisherige Lebensweise für immer ändern werde. Im weltweiten Durchschnitt beträgt dieser Wert nur 75 Prozent. Allerdings geben nur 22Prozent an, die Pandemie habe erhebliche Auswirkungen auf sie gehabt. Im weltweiten Durchschnitt liegt dieser Wert höher, bei 25 Prozent.

Lateinamerika
Anleger in Lateinamerika sind nach eigenen Angaben am stärksten von der Pandemie betroffen, sowohl mit Blick auf ihren Lebensstil aber auch beim Thema Finanzen. Sie sehen aber auch in der damit verbundenen Marktvolatilität am ehesten einen Silberstreif am Horizont. 84 Prozent der Anleger in Lateinamerika betrachten die Volatilität als Chance. Im weltweiten Durchschnitt liegt dieser Wert bei 79 Prozent.

Europa
Die Auswirkungen der Pandemie auf europäische Anleger entsprachen grösstenteils dem weltweiten Durchschnitt. Die Ausnahme bestand in Bezug darauf, dass Anleger mit ihrem Geld zielgerichtet etwas bewirken wollen. 42 Prozent der Millennials in Europa erhöhten ihre finanzielle Unterstützung für Familienangehörige und Freunde, im Vergleich zu 34 Prozent der Millennials weltweit.

Schweiz
Auf Anleger in der Schweiz wirkte sich COVID-19 am wenigsten stark aus. Nur 56 Prozent sagen, dass sich ihre Lebensweise dauerhaft ändern würde, verglichen mit einem weltweiten Durchschnitt von 75 Prozent; 68 Prozent sagen, dass die Befürchtungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Pandemie fortbestehen würden, verglichen mit einem weltweiten Durchschnitt von 81 Prozent. Nur 11 Prozent geben an, dass ihre Finanzen erheblich in Mitleidenschaft gezogen seien.

Region Asien/Pazifik
71 Prozent der Investoren in der Region rechnen mit dauerhaften Veränderungen als Folge des Virus, das sind vier Prozentpunkte weniger als der weltweite Durchschnitt. Allerdings geben 89 Prozent von ihnen an, mehr Finanzberatung als sonst zu wünschen. Im weltweiten Durchschnitt beträgt dieser Wert dagegen 83 Prozent.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Zehn Millionen verdienen zu wenig für Rente oberhalb Grundsicherung

In Deutschland verdienen etwa zehn Millionen Menschen zu wenig, um später eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu erreichen. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor, über die zuerst die “Bild”-Zeitung berichtet hatte. Die Deutsche Rentenversicherung nennt die Zahlen irreführend.

mehr ...

Immobilien

Lompscher-Rücktritt: BFW sieht Chance für Neubeginn

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg sieht im Rücktritt von Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher die Chance für einen Neubeginn in der Berliner Wohnungspolitik. Insbesondere müsse der Regierende Bürgermeister Michael Müller den Wohnungsneubau in der Hauptstadt jetzt zur Chefsache erklären und das entstandene politische Vakuum ausfüllen.

mehr ...

Investmentfonds

Frischer Wind aus China: Was die Champions von morgen sind

Die chinesische Wirtschaft ist auf dem Weg zurück zur Normalität. Da China die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft ist, wird der wirtschaftliche Fortschritt des Landes in den nächsten zwölf Monaten ebenfalls eine entscheidende Rolle für den Neustart der Weltwirtschaft spielen. Aktienportfoliomanager Chris Thomsen sowie Volkswirt Stephen Green, beide bei Capital Group, geben einen Ausblick über die Erholung der chinesischen Wirtschaft und erläutern, welche Unternehmen langfristiges Wachstumspotenzial besitzen.

mehr ...

Berater

Mit simpler NLP-Technik Abschlüsse verdoppeln

In der Neukundenakquise ist für selbstständige Finanzdienstleister das erste Beratungsgespräch wegweisend. Es entscheidet darüber, ob ein Interessent zu einem Kunden wird oder ob es bei diesem ersten Kennenlernen bleibt. Was jedoch häufig in Verkaufstrainings nicht vermittelt wird, ist, dass Sie mit einer einfachen NLP-Technik maßgeblich Einfluss auf die Entscheidung Ihres Gegenübers nehmen können. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Corestate-Tochter startet Logistik/Light Industrial Joint Venture

STAM Europe, eine Tochtergesellschaft des Immobilien-Investmentmanagers Corestate Capital Holding, und ein nordamerikanischer institutioneller Investor starten ihr zweites Investitionsprogramm im Logistik- und Light Industrial-Sektor in Frankreich in Form des Joint Ventures “Highlands II”. Ein riesiges Logistik-Projekt wurde bereits erworben.

mehr ...

Recht

Schnappschüsse im Freibad – wer knipst, fliegt raus! 

Schwimmbäder sind keine rechtsfreien Räume. Daher gilt auch hier das Recht am eigenen Bild. Soll heißen: Wer mich knipst, muss vorher fragen. Ohne diese Zustimmung darf kein Schnappschuss gemacht oder gar verbreitet werden. Doch in Zeiten von Smartphones, Tablets und Co. wird das Recht am eigenen Bild fast zur Farce. Was also tun, wenn Schnappschussjäger und Selfie-Junkies im Freibad ihr Unwesen treiben?

mehr ...