14. August 2020, 14:20
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Versorger als Stabilitätsanker

Das Investmenthaus Clearbridge Investments rechnet mit einer gemächlicheren Erholung der Wirtschaft. „Das Mittel der Wahl bleiben daher Versorger und deren berechenbare Zahlungsströme“, sagen Nick Langley, Shane Hurst, Charles Hamieh und Daniel Chu, Portfoliomanager bei Clearbridge.

Infrastruktur in Versorger als Stabilitätsanker

Infrastruktur-Investments sind das Gebot der Stunde

Während die Kapitalmärkte eine V-förmige Erholung der Weltwirtschaft vorwegnehmen, bieten Investments in Infrastruktur-Titel Anlegern auch für alternative Szenarien Sicherheit, so Clearbridge. Die Experten des Investmenthauses betonen, dass die Konjunkturdaten noch immer hinter den Zahlen von vor der Pandemie zurückbleiben würden. „Einkaufsmanagerindizes, der Einzelhandel oder auch Zahlen vom Arbeitsmarkt haben im Vergleich zur Situation zu Anfang des zweiten Quartals eine deutliche Verbesserung gezeigt“, sagt Nick Langley. „Dennoch ist zu bedenken, dass die Zahlen das Niveau von vor der Krise noch nicht wieder erreicht haben. Es macht daher Sinn, wenn sich Anleger weiter defensiv positionieren.“

Defensive Ausrichtung

Um ein Portfolio mittels Infrastruktur-Investments defensiv auszurichten, setzen die Experten von Clearbridge auch weiterhin auf Versorger. „Diese bieten noch immer kalkulierbare Erträge und Dividenden oberhalb der Inflationsrate“, betont Langley. Gegen Ende des zweiten Quartals legten an der Börse auch andere Infrastruktur-Bereiche wieder zu: Mautstraßen, Flughäfen oder Bahnhöfe lockten nach dem Ende des Shutdowns wieder mehr Kunden an. An den Märkten stiegen Aktien aus den drei genannten Bereichen im zweiten Quartal jeweils um rund zwanzig Prozent. Da Mautstraßen, Flughäfen oder Bahnhöfe von Kunden abhängig sind, gelten diese Infrastruktur-Titel im Vergleich zu klassischen Versorgern als eher konjunktursensitiv.

Risikoprofil beachten

„Für Anleger kommt es darauf an, Infrastruktur-Investments entsprechend ihres Risikoprofils zu allokieren. Die verschiedenen Branchen bieten dazu beste Möglichkeiten. Hinzu kommt, dass die Pandemie weltweit in unterschiedlichen Geschwindigkeiten verläuft. Konjunktursensitive Titel haben in Asien, wo die Pandemie aktuell unter Kontrolle scheint, bereits eine stärkere Kurserholung hinter sich als beispielsweise in Nordamerika“, weiß Langley.

Nordamerika übergewichtet

Aktuell sind die Experten von Clearbridge mit einem Portfolioanteil von 37 Prozent am stärksten in Nordamerika positioniert. „Den größten Teil nehmen dort Versorger ein, die aufgrund ihrer kalkulierbaren Zahlungsströme und verlässlicher Dividenden eine solide Grundlage für unsere Portfolios bieten“, so die Portfoliomanager. Um den weiteren Verlauf der Wirtschaft einschätzen zu können, analysieren die Experten von Clearbridge vermehrt „weiche“ Daten, wie etwa die Mobilität in Innenstädten, und leiten daraus ihr Handeln ab. „Aktuell gehen wir von einer etwas gemächlicheren Erholung der Wirtschaft aus, weswegen Versorger das Mittel der Wahl bleiben“, sagen Langley, Hurst, Hamieh und Chu.

Foto: Shutterstock

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