30. April 2020, 18:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Warum Tech-Investoren bei Schwankungen entspannt bleiben können

Ein Marktkommentar von Hermann Ecker, Portfoliomanager bei der Bayerische Vermögen Management AG, zur Situation an den Technologiemärkten.

Nasdaq in Warum Tech-Investoren bei Schwankungen entspannt bleiben können

Anleger sind mit sorgsam ausgewählten Titeln aus der Technologiebranche auch weiterhin gut bedient. Warum das so ist? Gerade bei Aktien aus dem Technologiesektor finden sich wahre Qualitätsperlen. Analysiert man Standardwerte anhand von Faktoren wie Verschuldungsgrad, Ertragskontinuität oder Dividende und lässt zusätzlich Faktoren wie die Aktionärsstruktur und andere mit einfließen, kommt man zwangsläufig auf ein Portfolio, in dem Tech-Werte stark vertreten sind. Die alte Unterscheidung, wonach sich auf der einen Seite Wachstumstitel und auf der anderen Substanztitel befinden, ist seit längerem aufgehoben. Aktien wie Cisco, Alibaba oder auch Check Point Software vereinen längst das Beste aus beiden Welten: Substanz und Wachstum. Für Investoren sind das die besten Voraussetzungen, um auch in schwierigen Marktphasen ruhig schlafen zu können und langfristig attraktive Renditen zu erzielen.

Zwar hat der Kursverfall Mitte März auch viele bekannte Tech-Titel abgestraft, doch fiel die folgende Erholung dort auch besonders deutlich aus. Der Markt scheint sich inzwischen darüber im Klaren zu sein, dass Technologieunternehmen das Zeug dazu haben, sogar gestärkt aus der Krise zu kommen. Die weltweite Situation des Lockdowns verdeutlicht, wie wichtig es für Unternehmen aus allen Branchen ist, digital aufgestellt zu sein. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass sich der Digitalisierungstrend sogar noch beschleunigen und Unternehmen aus der Branche in den kommenden Jahren volle Auftragsbücher bescheren wird.

Während es in diesen Zeiten viele Investoren gibt, die einzelne Branchen in den Vordergrund stellen, verfolgt die Bayerische Vermögen Management AG mit ihrer Strategie „Globale Marktführer“ einen konsequenten Bottom-Up-Ansatz. Das heißt, dass nicht aktuelle Trends Leitlinie unserer Investmententscheidungen sind, sondern einzig allein die Fundamentaldaten. Dass Technologiewerte vielversprechend sind, zeigt unser Analyseraster seit langer Zeit. So aufgestellt, fällt es leicht, auch in turbulenten Marktphasen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Obwohl die Märkte seit Wochen nur eine Richtung kennen und auch Technologie-Titel auf breiter Basis steigen, sollten Anleger bei ihren Entscheidungen auch weiterhin auf Qualitätsfaktoren bauen. Gerade Unternehmen mit einer stabilen Ertragsbasis sowie einer Eigentümerstruktur, die langfristiges Handeln begünstigt, überstehen schwierige Marktphasen besser als der Gesamtmarkt. Statt das Geschehen an den Märkten ungläubig von der Seitenlinie zu betrachten, können qualitätsbewusste Anleger guten Gewissens investiert sein – mögliche Rückschläge dürften auch bei stark gestiegenen Tech-Titeln moderat ausfallen und sollten zudem schnell wieder aufgeholt sein.

Anleger mit einem funktionierenden Anlagekompass können die zu erwartenden Schwächephasen am Markt sogar zum Einstieg nutzen. Entscheidend ist dabei, das aktuelle Kursgeschehen im Spiegel der fundamentalen Situation eines jeden Unternehmens bewerten zu können. Gelingt das, entstehen für Anleger langfristig große Chancen: Niedrige Bewertungen gepaart mit fundamentaler Qualität sind die Voraussetzung für verlässliche Renditen in der Zukunft.

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...