22. Juni 2020, 23:06
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Wirecard-Talfahrt geht auf Tradegate weiter

Die Kursturbulenzen bei dem in einem Bilanzskandal steckenden Zahlungsabwickler Wirecard sind am Montag auch nachbörslich weiter gegangen. Im regulären Xetra-Handel waren die Papiere schon weiter um 44 Prozent eingebrochen, danach ging der freie Fall auf der Handelsplattform Tradegate weiter.

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Zuletzt kostete die Aktie dort nur noch 12,87 Euro nach zuvor 14,44 Euro zum Xetra-Schluss. Dies war nochmals ein Einbruch um mehr als zehn Prozent.

Der Grund für den Kurseinbruch, der schon vor dem Wochenende begann, sind milliardenschwere Löcher in der Bilanz. Mittlerweile musste der Zahlungsabwickler eingestehen, dass Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro, die bisher als Aktivposten in der Bilanz ausgewiesen waren, “mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestehen”.

Die Turbulenzen nehmen damit kein Ende. Der 62-prozentige Kursabsturz der Wirecard-Aktie am vergangenen Donnerstag galt als zweitgrößter Tagesverlust eines Dax-Titels in der fast 32-jährigen Geschichte des deutschen Leitindex. Am Freitag knüpfte das Papier dann mit einem Einbruch von 35 Prozent nahtlos an die Verluste an – genauso wie nun an diesem Montag.
Den nochmaligen Kursrutsch auf Tradegate eingerechnet, summiert sich der Verlust in den wenigen Handelstagen seit Bekanntwerden der fehlenden Milliarden mittlerweile auf mehr als 87 Prozent. Nach am vergangenen Donnerstag wurden in der Spitze mehr als 100 Euro für die Aktien gezahlt. (dpa-AFX)

Foto: picture-alliance

3 Kommentare

  1. Da hat mal wider die Aufsicht gepennt. So wird kein Vertrauen in Aktien geschaffen.

    Kommentar von Jan Lanc — 23. Juni 2020 @ 22:02

  2. Ich denke die Leute gehören hinter Gitter. Das Investoren Ihr Geld zurück bekommen glaube ich nicht. Wo soll dieses Geld den her kommen. Das liegt wahrscheinlich schon auf einer Bank in der Karibik.

    Kommentar von Heiko — 23. Juni 2020 @ 14:33

  3. Ich war investiert, habe eine 5 stellige Summe verloren. Das ist glatter Betrug und muss Strafrechtlich angeklagt und den Investoren die Verluste zurück bezahlt werden.

    Mfg
    H.Kilian

    Kommentar von Hermann KILIAN — 23. Juni 2020 @ 08:15

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