22. Juni 2020, 12:18
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Wirecard: Staatsanwaltschaft prüft alle in Betracht kommenden Straftaten

Nach dem Hinweis auf mögliche Luftbuchungen in Milliardenhöhe muss sich Wirecard auf weitergehende Ermittlungen einstellen. “Wir prüfen alle in Betracht kommenden Straftaten”, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Montag. Ob konkret wegen Bilanzmanipulation ermittelt wird oder dies geplant ist, sagte die Sprecherin nicht.

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Bei der Münchner Staatsanwaltschaft läuft bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Braun und drei weitere Manager der Wirecard-Unternehmensführung.

Wirecard hatte in der Nacht zum Montag eingeräumt, dass 1,9 Milliarden Euro, die das Unternehmen auf Treuhänderkonten verbucht hatte, sehr wahrscheinlich nicht existieren. Deswegen prüft der Dax-Konzern nun die nachträgliche Korrektur seiner Bilanzen der vergangenen Jahre: “Mögliche Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse vorangegangener Geschäftsjahre können nicht ausgeschlossen werden”, hieß es in der Mitteilung.

Bei der Münchner Staatsanwaltschaft läuft bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den am Freitag zurückgetretenen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Braun und drei weitere Manager der Wirecard-Unternehmensführung wegen des Verdachts der Falschinformation von Anlegern in zwei Börsen-Pflichtmitteilungen. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

1 Kommentar

  1. Dann ist aber auch EY erheblich in der Verantwortung:
    Wie kann man eine Luftnummer in dieser Höhe jahrelang “absegnen” – und ausgerechnet nach der KPMG-Prüfung kommen sie dann selbst langsam drauf?
    Außerdem können die nicht den für April geplanten Abschluss ‘Wochen, ja Monate selbst verzögern und am letzten Tag die Bombe platzen lassen! Da müssen die doch viel früher die Bremse ziehen! Es sei denn es ist tatsächlich alles von Braun und Konsorten frisiert worden, aber auch dann wäre EY tief in der Verantwortung.
    Für mich sind das diejenigen die Anleger entschädigen müssen – sh. Kanzlei Schilp, Berlin

    Kommentar von Alfred Schwede — 22. Juni 2020 @ 12:53

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