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Fitschen ist neuer Präsident des Bankenverbands

Jürgen Fitschen (64), Co-Vorsitzender des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutsche Bank,  hat zum 15. April 2013 das Präsidentenamt des Bundesverbands deutscher Banken übernommen.

Jürgen Fitschen, Bankenverband: “Wir werden uns weiter für den Erhalt der Universalbank einsetzen.”

Sein Vorgänger, Andreas Schmitz, Sprecher des Vorstandes HSBC Trinkaus und Burkhardt, hatte das Amt seit 2009 inne. Fitschen dankte Schmitz für seine engagierte Präsidentschaft und seinen großen Einsatz: “Andreas Schmitz hat in einer turbulenten Zeit und einem zunehmend komplexeren Umfeld die Interessen der Branche als Präsident sehr gut vertreten und den Verband öffentlich sichtbar gemacht. Darüber hinaus hat er die Neuausrichtung des Bankenverbandes vorangetrieben. Der Verband ist heute hervorragend aufgestellt; das ist vor allem auch ein Verdienst von Andreas Schmitz.”

Der Vorstand des Bankenverbandes wählt den Präsidenten aus seiner Mitte für eine Periode von drei Jahren. Andreas Schmitz hatte das Amt sogar für vier Jahre ausgeübt, weil es ihm wichtig war, die interne Neuausrichtung des Bankenverbandes in Zeiten der Staatschuldenkrise eng zu begleiten.

Fitschen betont Stärke der Universalbank

Anlässlich seine Amtsantritts in Berlin sprach sich Fitschen für das deutsche Universalbankensystem aus. “Deutschland hat seit vielen Jahren und Jahrzehnten ein bewährtes Universalbankensystem. Es ermöglicht eine breite Risikostreuung und trägt damit zur Stabilität des Finanzsektors bei”, erläuterte Fitschen im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag. Das System passe genau zu den Bedürfnissen der Unternehmens- und Privatkunden. “Wir werden uns weiter für den Erhalt der Universalbank einsetzen – national wie international. Das Geschäftsmodell der Universalbank hat sich bewährt und als Stabilitätsanker erwiesen”, so Fitschen weiter.

Darüber hinaus betonte Fitschen, dass das Bankensystem in Deutschland aufgrund deutlich erhöhter Kapitalbasis und verbessertem Risikomanagement heute deutlich robuster dastehe als vor der Krise. Dort wo es Regulierungsdefizite gegeben habe, werde daran gearbeitet diese zu beseitigen. “In den letzten Jahren wurden die Regeln des Bankgeschäftes grundlegend überarbeitet und viele neue Regulierungsmaßnahmen ergriffen”, sagte Fitschen. Nun gelte es, die Umsetzung abzuwarten. Jede Maßnahme brauche ihre Zeit, um zu wirken.

 

Foto: Bundesverband deutscher Banken