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31. Oktober 2014, 07:45
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CFA: Stresstest erhöht Anleger-Vertrauen nicht

Die Europäische Zentralbank hat am 26. Oktober 2014 die Ergebnisse ihres Stresstests vorgestellt. Knapp 20 Prozent der rund 130 untersuchten europäischen Banken sind dabei durchgefallen. Vincent Papa, CFA, Director Financial Reporting Policy des CFA Institute, eines weltweiten Finanzverbands mit über 122.000 Mitgliedern, zu den Untersuchungsergebnisse.

EZB750 in CFA: Stresstest erhöht Anleger-Vertrauen nicht

Bankenstresstest der EZB fällt durchwachsen aus

“Der Stresstest ist ein Schritt in die richtige Richtung, weitere müssen folgen. Eine nachhaltig transparente Finanzberichterstattung der Banken muss erreicht werden, damit Investoren wieder Vertrauen in die Branche fassen können. Mit Bilanzreparaturen allein kann dieses Vertrauen nicht wiederhergestellt werden.”

Besseres Finanzreporting der Banken wünschenswert

Positiv beurteilt Vincent Papa die Transparenz des Stresstests sowie der Asset Quality Review (AQR): “Der Bericht der EZB gab Aufschluss über die verschiedenen Stress-Szenarien und hat Banken mit Kapitalbedarf klar benannt. Auch wurde deutlich, an welchen Stellen die Banken noch Mängel in ihrer Bewertungs- oder Bilanzierungspolitik aufweisen. Es wäre ein sehr positive Entwicklung, wenn die Erkenntnisse aus den Stresstests und der AQR zukünftig in ein besseres Finanzreporting der Banken münden würden.”

Kein bankenspezifisches Reporting zu internen Prozessen

Aus Sicht des CFA Institute besteht mit Blick auf zukünftige Stresstests allerdings noch Anpassungsbedarf. Vincent Papa erläutert: “Einige wichtige Bereiche wie Rechtsrisiken sowie Unterschiede in den Bewertungsansätzen wurden beim AQR gar nicht erst berücksichtigt. Auch gibt es kein bankspezifisches Reporting zur qualitativen Überprüfung der internen Prozesse und Richtlinien. Ein solcher Report hätte den Investoren geholfen einzuschätzen, inwieweit die Bilanzierung der einzelnen Banken von Informationsrisiken beeinflusst wird. Zudem ist nicht klar, ob und in welcher Form die aus der AQR resultierenden bilanziellen Anpassungen in der Finanzberichterstattung der Banken für das Jahr 2014 ersichtlich sein werden. Einige Banken hatten schon vor Veröffentlichung der AQR-Ergebnisse Anpassungen vorgenommen, die teils konservativer waren, als eigentlich notwendig. Die Anleger sollten diese Anpassungen nachvollziehen können.”

Foto: Shutterstock

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