EZB-Vize: Auswirkungen der Pariser Anschläge auf Finanzmärkte offen

Langfristige Folgen der Terrorangriffe von Paris auf die Finanzmärkte sind nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) noch nicht absehbar.

EZB-Vizepräsident Vítor Constancio bekräftigt das Festhalten am Kaufprogramm der Notenbank

„Es ist zu früh zu beurteilen, welche Auswirkungen die Anschläge auf die Wirtschaft und Finanzmärkte haben werden“, sagte EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio am Montag zum Auftakt der „Euro Finance Week“ in Frankfurt. Es hänge von der weiteren Entwicklung ab, ob Vertrauen schwinde und sich Anleger aus Angst vor neuen Risiken zurückzögen. Am 13. November waren in Frankreichs Hauptstadt 129 Menschen durch eine Serie von Terroranschlägen getötet sowie mehr als 350 weitere verletzt worden.

Kaufprogramm soll bis zum Erreichen des Inflationsziels laufen 

Ihren aktuellen Kurs des extrem billigen Geldes will die Notenbank vorerst beibehalten. Das aktuelle Kaufprogramm werde solange laufen, bis die Inflation sich wieder dem Zwei-Prozent-Ziel annähere, bekräftigte Constâncio. Seit März pumpt die EZB monatlich 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren. Das soll Konjunktur und Inflation anschieben. „Wir tun was wir tun können – im Namen unseres Mandates der Preisstabilität“, sagte Constâncio.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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