16. Mai 2019, 13:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dr. Lück (Blackrock): Die Welt als Spielball

Viele Volkswirtschaften sind abhängig von der Entwicklung der USA und Chinas. Das Handelsabkommen zwischen den USA und China sollte die Weltwirtschaft ankurbeln. Doch nun benötigt die Übereinkunft Korrekturen. Was dies für die Anleger bedeutet, ordnet Dr. Martin Lück, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Osteuropa bei BlackRock, in seinem Gastbeitrag ein.

Martin-lueck in Dr. Lück (Blackrock): Die Welt als Spielball

Martin Lück analysiert das Geschehen an den wichtigsten Kapitalmärkten.

Durchaus möglich, dass sich die chinesische Seite bezüglich des Handelsdeals mit den USA zu sicher gefühlt hatte. Denkbar auch, dass die jüngsten Erfolge beim Prestigeprojekt ‚Belt and Road‘, etwa Unterstützung durch Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, zum Eindruck beigetragen hatten, der Westen würde selbst die dicksten Kröten schlucken, um mit China im Geschäft zu bleiben.

Zu hohe Erwartungen bei Trump?

Das mag auch alles rational sein, nur hat man es eben auf amerikanischer Seite nicht mit einem rational tickenden Gegenüber zu tun. Inzwischen sickert durch, dass Donald Trumps Tweet vom letzten Wochenende, der den Chinesen den Versuch von ‚Nachverhandlungen‘ unterstellt, nicht völlig ohne Substanz ist.

In der Erwartung des quasi sicher geglaubten Abkommens scheint die Delegation um Liu He tatsächlich einige Änderungswünsche vorgelegt zu haben. Für den US-Präsidenten, der im Nachgang zur Veröffentlichung des Mueller-Berichts angeschlagen ist und bereits im Hinblick auf den Wahlkampf 2020 bereits die Schlagzahl hochfährt, war dies eine Steilvorlage.

Die Weltwirtschaft wieder anschieben

Der Welthandel hatte bereits aufgrund der nachlassenden Dynamik in China und des drohenden Handelskrieges im Jahr 2018 spürbar an Fahrt verloren, mit entsprechenden Bremsspuren in den exportorientierten Volkswirtschaften sowohl der Industrie- als auch Schwellenländer. Mit dem sich abzeichnenden Handelsabkommen zwischen den USA und China, so die Hoffnung, würde nun einerseits das chinesische Wachstum selbst unterstützt und damit die Weltwirtschaft insgesamt erheblich angeschoben werden.

Seite 2: Wie Anleger agieren sollten

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Rentner bekommen ab nächstem Monat mehr Geld

Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland bekommen ab Juli mehr Geld. Der Bundesrat hat am Freitag in Berlin der entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Demnach steigen im Zuge der jährlichen Rentenanpassung die Bezüge im Osten um 4,2 und im Westen um 3,45 Prozent. Die Ost-Renten nähern sich damit weiter den West-Bezügen an.

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen wird Aufsichtsrat bei Corestate

Der Immobilien und Investment Manager Corestate Capital Holding S.A. hat auf seiner Online-Hauptversammlung wie angekündigt den Aufsichtsrat neu besetzt. Eines der neuen Mitglieder ist ein langjährig bekanntes Gesicht aus der Sachwertbranche. Außerdem: Die Dividende fällt aus.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Wirtschaft holt nach tiefer Rezession wieder auf

Nach der tiefen Rezession im zweiten Quartal dieses Jahres wird sich die deutsche Wirtschaft gemäß den aktuellen Bundesbank-Projektionen wieder erholen. Wie weit es runter geht und wann die Erholung in welchem Umfang wieder einsetzt.

mehr ...

Berater

Neues STO: Mit der Blockchain nach Mallorca

Die Palmtrip GmbH aus Rabenau (bei Gießen) hat die Billigung für eine tokenbasierte Schuldverschreibung von der Finanzaufsicht (BaFin) erhalten, also für ein digitales Wertpapier. Auch rechtlich betritt das Unternehmen mit den “Palm Token” Neuland – und hat dabei einen prominenten Berater.

mehr ...

Sachwertanlagen

Gezeitenkraft-Vermögensanlage von Reconcept platziert

Die als operative KG-Beteiligung konzipierte Vermögensanlage “RE13 Meeresenergie Bay of Fundy” der Reconcept aus Hamburg hat das angestrebte Platzierungsvolumen erreicht und wurde für weitere Investoren geschlossen. Das Geld fließt in schwimmende Gezeitenkraftwerke vor der Küste Kanadas.

mehr ...

Recht

Corona-Krise treibt Nachfrage nach telefonischer Rechtsberatung in die Höhe

Noch nie haben sich so viele Kunden innerhalb kürzester Zeit bei Rechtsfragen an ihren Rechtsschutzversicherer gewandt, wie in den Wochen der Corona-Krise. Im März und April konnte Versicherten in knapp 285.000 anwaltlichen Telefonberatungen geholfen werden. In normalen Monaten sind es etwa 115.000. Das zeigt eine Sonderauswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...