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„Sparer müssen sich für längere Zeit von echten Zinsen verabschieden“

Die EZB hatte in Mario Draghis vorletzter Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des schwachen Inflationstrends und einer Rezession beschlossen. In der kommenden Woche tagen nun die restlichen drei der vier wichtigsten Notenbanken. Ein Kommentar von Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck.

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck

„Die Fed dürfte am Mittwoch mit ihrer zweiten Leitzinssenkung um 25 Basispunkte einen weiteren präventiven Schritt unternehmen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers rechnet „angesichts der weitverbreiteten Wachstums- und Inflationsschwäche mit einer anhaltend expansiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken.“

Greil weiter: „Damit müssen sich Sparer für längere Zeit von echten Zinsen für risikoarme Anlagen verabschieden.“

Blasenbildung an den Immobilienmärkten

Interessant dürften auch die Konjunkturdaten der kommenden Woche werden, etwa am Dienstag für Deutschland die ZEW-Konjunkturerwartungen für September sowie die Produzentenpreise für August.

Für den gesamten Euroraum vor allem die finalen August-Inflationszahlen am Mittwoch sowie am Freitag das Verbrauchervertrauen für den laufenden Monat. Außerdem sind am Mittwoch noch die britischen Inflationszahlen sowie am Donnerstag die Einzelhandelsumsätze im vereinigten Königreich wichtig.

Nachdem zuletzt über Risiken einer Blasenbildung an den Immobilienmärkten diskutiert worden war, werden diverse über die Woche verteilte US-Immobilienmarktdaten spannend.

Das größte Augenmerk liegt in den USA jedoch am Dienstag auf der Industrieproduktion für August. Für Asien liegt der Fokus am Montagmorgen auf den Augustzahlen für die Industrie und den Einzelhandel.

Anhaltend expansive Geldpolitik

„Die Fed dürfte mit ihrer zweiten Leitzinssenkung um 25 Basispunkte einen weiteren präventiven Schritt unternehmen.“

„Ich rechne angesichts der weitverbreiteten Wachstums- und Inflationsschwäche mit einer anhaltend expansiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken.“

„Damit müssen sich Sparer für längere Zeit von echten Zinsen für risikoarme Anlagen verabschieden.“

Foto: MerckFinck