16. Juni 2020, 14:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Creditreform erwartet Insolvenzwelle im Herbst

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform befürchtet wegen des von der Corona-Krise ausgelösten massiven Konjunktureinbruchs eine Insolvenzwelle in der zweiten Jahreshälfte. Mit dem Auslaufen der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Ende September werde sich die Zahl der Insolvenzanträge deutscher Unternehmen „erheblich erhöhen“, prognostizierten die Experten in Düsseldorf.

132124469 in Creditreform erwartet Insolvenzwelle im Herbst

Für Deutschland erwartet Creditreform ab dem Herbst eine Insolvenzwelle.

Weniger Insolvenzen im ersten Halbjahr – die Ruhe vor dem Sturm?
 Im ersten Halbjahr verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Bundesrepublik allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 8,2 Prozent auf 8.900 Fälle. Das Insolvenzgeschehen habe sich damit von der tatsächlichen Situation abgekoppelt, betonten die Creditreform-Experten.

Hier machten sich vor allem die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bemerkbar. Die Insolvenzwelle sei damit aber nur vertagt worden, urteilten die Fachleute. Das Risiko einer deutlichen Verschärfung des Insolvenzgeschehens in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr steige.

Auch Privatinsolvenzen werden verzögert ansteigen
Kaum einen Effekt der Corona-Krise sieht Creditreform bislang bei den Verbraucherinsolvenzen. Die Zahl der Privatpleiten verringerte sich in den ersten sechs Monaten weiter um 6,4 Prozent auf 30.800. Die schwieriger werdende Situation auf dem Arbeitsmarkt werde sich aber mit Verzögerung auch bei den Verbraucherinsolvenzen bemerkbar machen, prognostizierten die Experten. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kussmann wird bei HDI Bereichsvorstand für Firmen und Freie Beruf

Christian Kussmann, Leiter des Geschäftsfeldes Gewerbe bei der Gothaer, wechselt zu HDI. Bei der HDI Versicherung AG übernimmt er als Bereichsvorstand das Geschäftsfeld Firmen/Freie Berufe.

mehr ...

Immobilien

Europace Hauspreis Index (EPX) knackt erstmals 180-Punkte-Marke

Mit 1,23 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vormonat knackt der Gesamtindex des Europace Hauspreises erstmals die 180 Punkte-Marke und landet bei 180,70 Punkten. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahresmonat um 10,66 Prozent.

mehr ...

Investmentfonds

Versorger als Stabilitätsanker

Das Investmenthaus Clearbridge Investments rechnet mit einer gemächlicheren Erholung der Wirtschaft. „Das Mittel der Wahl bleiben daher Versorger und deren berechenbare Zahlungsströme“, sagen Nick Langley, Shane Hurst, Charles Hamieh und Daniel Chu, Portfoliomanager bei Clearbridge.

mehr ...

Berater

Unterschiedliche Philosophien

Die seit Jahren erwartete Konsolidierung der Maklerpool-Branche scheint langsam Fahrt aufzunehmen. Viele Pools aber tun sich mit Zusammenschlüssen und Kooperationen noch schwer.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fidura Fonds trotzen der Corona-Krise

Das Emissionshaus Fidura Capital Consult GmbH zieht für seine Venture Capital Beteiligungen eine durchweg positive Bilanz für das Jahr 2019 und das erste Halbjahr 2020. Demnach befinden sich die beiden Fidura Portfoliounternehmen weiterhin auf Wachstumskurs und zählen sogar zu den Profiteuren der Corona-Krise. 

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...