Standardwerk für Stadtquartiere in Deutschland veröffentlicht

Foto: Lapa Smile / Shutterstock
Die Hamburger Hafencity ist eines der bekanntesten Stadtquartiere Deutschlands.

Der Immobilien-Investmentmanager Corestate und das Analyseunternehmen bulwiengesa haben den deutschen Markt für Stadtquartiere untersucht und das Standardwerk "Stadtquartiere - Die Assetklasse der Zukunft" veröffentlicht.

Die Studie erfasst, kategorisiert und wertet systematisch alle modernen Stadtquartiere mit Baubeginn von 2009 bis 2020 aus, inklusive der in Bau oder in Planung befindlichen Projekte. Corestate und bulwiengesa haben dabei 616 Stadtquartiere identifiziert, die einer Marktgröße von ca. 200 Mrd. € entsprechen.

„Hohe und wachsende strategische Bedeutung“

Nils Hübener, Chief Investment Officer bei Corestate: „Stadtquartiere haben für uns und unsere Investoren aktuell und besonders auch perspektivisch eine hohe und wachsende strategische Bedeutung. Aus diesem Grund haben wir uns mit bulwiengesa zusammengetan und starten mit unserem neuen Standardwerk eine Publikationsreihe, in der wir diese zukunftsweisende Assetklasse für Deutschland in noch nicht dagewesener Tiefe systematisch analysieren und aufarbeiten. Beispielsweise können wir klar zeigen, dass sich ein Blick über die A-Märkte hinaus lohnt. Schließlich befindet sich die Hälfte aller Stadtquartiere in B-, C- sowie D-, und teilweise sogar noch kleineren Märkten. Das Anlagespektrum ist also sehr divers und breit gefächert.“

„Antwort auf Megatrends wie Urbanisierung, demografischer Wandel, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung“

Felix Embacher, Bereichsleiter Research & Data Science bei bulwiengesa: „In Stadtquartieren verbindet sich privater und öffentlicher Raum und sie verweisen auf die Zukunft des urbanen Lebens und Arbeitens. Sie sind eine Antwort auf Megatrends wie Urbanisierung, demografischer Wandel, Nachhaltigkeit oder auch Digitalisierung. Hinzu kommt, dass Stadtquartiere als Mischnutzungs- und Nachverdichtungskonzepte den Bedarf unterschiedlicher Akteure, etwa von Stadtplanern, gewerblichen und privaten Mietern und nicht zuletzt von Investoren in nachhaltiger Form bedienen.“

Klassifizierung in unterschiedliche Quartiere

Die Studie führt erstmals eine systematische Gruppierung in klassische Stadtquartiere, Mega-Quartiere, Klein-, kommerzielle und Wohnquartiere ein und kann dadurch deutliche Unterschiede in der Verteilung der Quartierstypen auf Makro-Ebene aufzeigen. So gibt es die Mega-Quartiere und vertikalen Quartiere beispielsweise fast ausschließlich in den A-Märkten, während Klein- und Wohnquartiere deutlich gleichmäßiger über die deutschen Städte verteilt sind. 71 Prozent der analysierten Quartiere befinden sich derzeit im Bau oder noch in der Planungsphase, ein Zeichen für die hohe Bedeutung der Assetklasse in der Zukunft.

Fokus ESG

Als kompakte, gemischt genutzte städtische Einheiten sind Stadtquartiere vor allem auch als ESG-gerechte Konzepte von Bedeutung, da es sich häufig um Revitalisierungen und Nachverdichtungskonzepte handelt. Die Nutzungsmischung der Quartiere hat sich zudem in Zeiten von COVID-19 als erfolgreiches Modell erwiesen, da viele Stadtquartiere die Konzepte Versorgung, Soziales und Arbeit auf dichtem Raum vereinen.

Das Standardwerk „Stadtquartiere – Die Assetklasse der Zukunft“ steht hier zum Download bereit.

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