Pleite-Fonds-Hotel Heiligendamm verkauft

Das insolvente Grand Hotel Heiligendamm hat neue Eigentümer. Wie Insolvenzverwalter Jörg Zumbaum mitteilt, hätten die Berliner Beratungs- und Immobilienfirma Palladio AG und die Investitionsgesellschaft De & De Holding GmbH den Komplex übernommen – Gerüchten zufolge zum Preis von 30 Millionen Euro.

Im Jahr 1996 hatte der umstrittene Unternehmer und Chef der Investorengruppe Fundus in Düren die Liegenschaften und Immobilien in sehr schlechtem Zustand erworben. Unter Beteiligung von rund 1.900 Anlegern des geschlossenen Immobilienfonds „Fundus 34“ wurde das Hotel nach Angaben der Fundus- Gruppe für rund 200 Millionen Euro renoviert und im Jahr 2003 Grand Hotel Heiligendamm eröffnet. Ein Höhepunkt der bisherigen Geschichte war die Ausrichtung des G8-Gipfels im Juni 2007. Trotzdem litt das Hotel von Beginn an unter einer zu geringen Auslastung.

Seit die Kempinski-Gruppe, der Auseinandersetzungen mit Jagdfeld überdrüssig, im Februar 2009 fristlos den Vertrag zum Management der Luxusherberge gegenüber der Fondsgesellschaft gekündigt hatte, fungierte Jagdfeld selbst als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Die Gäste blieben weiter aus.  Im Februar 2012 musste die Fondsgesellschaft Insolvenz anmelden.

Das Erwerberkonsortium will das Haus weiterhin als Fünf-Sterne-Plus-Hotel in Eigenregie betreiben. Ein Konzept für das Hotel gebe es noch nicht, allerdings sei dafür ein erfahrener Hotel-Experte engagiert worden. Insolvenzverwalter Zumbaum sagte, er hätte mit etwa 100 Interessenten gesprochen, aber nur die beiden Berliner hätten sich als wirklich ernsthafte Investoren erwiesen. (af)

Foto: Hotel Heiligendamm

 

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