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Prokon: Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Itzehoe hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Windparkbetreibers Prokon wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet.

Anleger können laut Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin damit rechnen, 30 bis 60 Prozent ihres eingesetzten Kapitals zurückzubekommen.

Nach Angaben des Gerichts ist Prokon fälligen Verbindlichkeiten von 391 Millionen Euro ausgesetzt. Dem stehen lediglich 19 Millionen Euro an liquiden Mitteln gegenüber. Nach den bisherigen Ermittlungen beläuft sich das Vermögen von Prokon auf 1,05 Milliarden Euro. Dem stehen Verbindlichkeiten von 1,53 Milliarden Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von 474 Millionen Euro.

300 Jobs sollen erhalten bleiben

Prokon hatte zuletzt 450 Arbeitnehmer beschäftigt. Nach derzeitigen Planungen können 300 Arbeitsplätze erhalten werden, teilte der Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin mit. 80 Arbeitnehmer werden das Unternehmen demnach aufgrund von Eigenkündigungen oder auslaufenden Befristungen verlassen, für 70 Arbeitnehmer wurde eine achtmonatige Transfergesellschaft vorbereitet.

Penzlin teilte außerdem mit, dass die Anleger damit rechnen können, 30 bis 60 Prozent ihres eingesetzten Kapitals zurückzubekommen. Prokon hatte im Januar Insolvenz angemeldet [1]. (kb)

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