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11. Mai 2016, 11:31
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Eltif: Weitere Spielart geschlossener Beteiligungen

Über eine neue Fondsart erhalten Anleger europaweit Zugang zu illiquiden Anlageklassen. Gleichzeitig können Anbieter ihre Beteiligungsmodelle über Grenzen hinweg vertreiben. Gastbeitrag von Tobias Moroni, Hauck & Aufhäuser

IMG 0673-beb-web Moroni in Eltif: Weitere Spielart geschlossener Beteiligungen

Tobias Moroni: “Die neue Fondsart ermöglicht erstmals allen Anlegern vom institutionellen Investor bis zum Kleinanleger quer durch die Europäische Union einen Zugang zu bestimmten langfristig ausgerichteten Vermögensanlagen.”

Gerade erst haben sich die Anbieter von Sachwerte-Beteiligungen erfolgreich in der neuen regulierten Welt eingerichtet. Die Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) über Alternative Investmentfonds (AIF), anfänglich wegen vielfältiger Rechtsunsicherheiten noch kritisch betrachtet, gelten ihnen mittlerweile als gelungene Regulierung, die vielfach dabei hilft, verloren gegangenes Anlegervertrauen zurückzugewinnen. Ist doch durch das KAGB eine ganz neue, klaren Regeln unterworfene Produktklasse entstanden.

Seit Dezember 2015 gibt es nun eine weitere Spielart von Beteiligungsmodellen, die institutionellen Investoren und Kleinanlegern gleichermaßen ermöglicht, in bestimmte, wenig liquide Sachwerte zu investieren: Europäische Langfristige Investmentfonds, besser bekannt unter dem englischen Synonym “European Long-term Investment Funds”, kurz Eltif.

Teilweise kostspielige Auflagen

Diese neue Fondsart ermöglicht erstmals allen Anlegern vom institutionellen Investor bis zum Kleinanleger quer durch die Europäische Union einen Zugang zu bestimmten langfristig ausgerichteten Vermögensanlagen. Während es in Deutschland insbesondere mit AIF bereits geeignete Vehikel für derartige Anlagen auch von Kleinanlegern gibt, eröffnen Eltif nun erstmals auch privaten Anlegern und semi-professionellen Investoren in vielen anderen EU-Staaten die Möglichkeit, in derartige Vermögenswerte zu investieren.

Umgekehrt bieten Eltif den Anbietern eine vergleichsweise einfache Möglichkeit zum grenzüberschreitenden Vertrieb. So ist denkbar, dass sich künftig deutsche Anleger über einen französischen Eltif an spanischen Krankenhäusern oder italienischen Solaranlagen beteiligen.

Eventuell allerdings klingt die Theorie hier besser als die Praxis: Zwar gestalten sich Zulassungs- und Vertriebsanzeigeverfahren noch recht schlicht, gerade für die Zielgruppe Kleinanleger kommen jedoch etliche, teilweise kostspielige Auflagen hinzu. Dazu zählt zunächst, sowohl Lang- als auch Kompaktinformationen in Form von Prospekt und Produktinformationsblatt in der jeweiligen Landessprache vorzuhalten.

Seite zwei: Nachteile von Eltif gegenüber Publikums-AIF

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