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Anlegeraugen auf bei AIF-Kostenklauseln

Die laufenden Kosten sind bei vielen alternativen Investmentfonds (AIF) eine offene Flanke, vor allem die jährlich anfallenden Gebühren. Anleger sollten sich die Kostenklauseln genau ansehen und sich zwei wichtige Fragen stellen.

Gastbeitrag von Stefan Löwer, G.U.B. Analyse

Anleger sollten sich die Kostenklauseln genau ansehen.

Anders als vor der Regulierung dürfen die laufenden Vergütungen bei AIF [1] nicht mehr nach dem nominalen (und konstanten) Eigenkapital bemessen werden, sondern sie müssen sich an dem Nettoinventarwert des Fonds orientieren, für den meist die englische Abkürzung NAV (Net Asset Value) verwendet wird.

Gute Idee, unschöne Praxis

Daneben dürfen geleistete Auszahlungen in bestimmten Grenzen bei der Bemessungsgrundlage berücksichtigt werden.

Die Idee dahinter ist eigentlich nicht verkehrt: Läuft der Fonds gut und hat das Management einen hohen NAV und/oder Auszahlungen erwirtschaftet, wird es durch eine entsprechend hohe Vergütung belohnt und umgekehrt.

In der Praxis hingegen führt die Vorschrift zu einem aus Anlegersicht weit weniger schönen Ergebnis: Da der NAV schwankt und seine Entwicklung zudem ungewiss ist, enthalten die meisten Anlagebedingungen Gebühren “bis zu” einem bestimmten Prozentsatz.

Nicht selten ist dieser so hoch, dass die Rendite des Fonds nachhaltig beeinträchtigt werden würde, wenn die KVG [2] ihren Spielraum bei einem normalen Verlauf des NAV voll ausnutzt.

Seite zwei: Kostenklauseln genau ansehen [3]

Das wird sie natürlich niemals tun, sagt die KVG (egal welche). Das mag stimmen. Durch die “bis zu”-Klauseln kann die KVG ihre Vergütung jedoch nach Gusto selbst bestimmen und die Anleger müssen sich darauf verlassen, dass sie tatsächlich zu den Guten gehört und freiwillig auf Geld verzichtet.

Anleger sollten sich die Kostenklauseln also genau ansehen und sich zwei Fragen beantworten: Welche Auswirkungen hätte es für mein Investment, wenn die KVG ihren Spielraum voll ausschöpfen sollte?

Und: Inwieweit traue ich der KVG über den Weg, dass sie dies nicht tut?

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Ausgabe “Rendite+ Sachwertanlagen 1/2016 [4]“.

Stefan Löwer ist Chefanalyst von G.U.B. Analyse [5] und beobachtet den Markt der Sachwertanlagen als Cash.-Redakteur und G.U.B.-Analyst insgesamt schon seit 25 Jahren. G.U.B. Analyse gehört wie Cash. zu der Cash.Medien AG.

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