1. September 2016, 14:16
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Bankendeal perfekt: NordLB schluckt Bremer Landesbank

Bremens CDU wertete den BLB-Deal dagegen als katastrophal. “Das ist für das Haushaltsnotlageland Bremen ein Desaster. Wenn Finanzsenatorin Karoline Linnert nur einen Funken Anstand hat, geht sie den Weg, den der Vorstandsvorsitzende der BLB gewählt hat und tritt zurück”, sagte der CDU-Finanzexperte und Vorsitzende des Haushalts- und Finanzausschusses im Landtag, Jens Eckhoff, der dpa.

Bremen sicherte sich in den künftigen BLB-Strukturen einen Aufsichtsratssitz. Die Förderungen der BLB sollen künftig je zur Hälfte nach Bremen und nach Niedersachsen gehen. Es dürfte zu Stellenstreichungen kommen. Wo und welcher Höhe, ist noch unklar. Es werde nicht ohne “Reduktionen” und Opfer gehen, sagte Dunkel. Aber die NordLB werde immer danach trachten, dass die Maßnahmen ausgewogen und fair und für die Mitarbeiter verständlich seien.

Schiffsportfolio weiter “wertschonend” bereinigen

Unmittelbar nach der Verständigung legte die BLB ihre Halbjahresbilanz vor, die erwartungsgemäß tiefrote Zahlen auswies. Die ersten sechs Monate schloss die zweitkleinste deutsche Landesbank mit einem Verlust von 384 Millionen Euro nach Steuern ab. Damit weise die BLB erstmalig Verluste aus. Im ersten Halbjahr 2015 hatte die Bank noch ein Plus von 56 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die Lage an den Schiffsmärkten habe sich seit Jahresbeginn nicht gebessert, so die BLB. Deshalb habe die Bank bereits im ersten Halbjahr eine Risikovorsorge von insgesamt 449 Millionen Euro gebildet. Das Halbjahresergebnis sei alles andere als zufriedenstellend, erklärte Kaulvers.

Das Schiffsportfolio will die BLB weiter “wertschonend” bereinigen. “Unser Halbjahresergebnis können wir jedoch nicht eins zu eins hochrechnen”, so Kaulvers. “Für das Gesamtjahr erwarten wir, wie bereits veröffentlicht, einen Verlust, der Kapitalmaßnahmen der Träger erfordert, um die angestrebte harte Kernkapitalquote von 11,5 Prozent zu erreichen.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock/Igor Marx

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