26. Juni 2017, 10:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Das Erbe des BSI

Das Thema Regulierung ist auch der wesentliche Punkt, an dem sich das Urteil über den BSI scheidet. Die einen kritisieren, der Verband habe dabei zu sehr die Interessen der großen und institutionellen Häuser vertreten – ein Vorwurf, den Romba stets von sich gewiesen hat, der aber nicht ganz unberechtigt ist.

Die anderen loben den Umstand, dass überhaupt eine leidlich praktikable Gesetzgebung dabei herausgekommen ist und die verbliebenen Anbieter nun ohne störende Vergangenheit in der ersten Liga durchstarten können. Auch das ist ohne Zweifel richtig, auch wenn die Welt nun – jedenfalls im Publikumsgeschäft und von Ausnahmen abgesehen – schon seit vier Jahren vergeblich auf den Aufschwung wartet.

Nun lässt sich lange darüber spekulieren, ob es möglich gewesen wäre, die Regulierung in eine andere, mittelstandsfreundlichere Richtung zu lenken. Das wäre nicht mehr als Kaffeesatzleserei.

Regulierung nicht zu verhindern

Fakt jedoch ist: Die Regulierung war nicht zu verhindern und ohne den BSI wäre sie – gerade vor dem Hintergrund der politischen Stimmungslage nach der Finanzkrise – mit Sicherheit noch weitaus übler ausgegangen. Wahrscheinlich würde es die Branche nicht mehr geben.

Ob sie ohne Regulierung besser dastünde, ist zum einen eine hypothetische Frage, zum anderen in Hinblick auf das Debakel bei Schiffsfonds, die S&K-, Wölbern-, Prokon- und weiteren Skandale sowie die Prozessflut für den Vertrieb nicht sicher. Mit der Regulierung hat die Branche immerhin eine Zukunft.

Wie diese aussehen wird, hängt sicherlich nicht ganz unwesentlich auch davon ab, wie das BSI-Team im ZIA agieren wird. Gero Gosslar, der schon zum 1. Juli 2017 zum stellvertretenden ZIA-Geschäftsführer berufen wurde und als Leiter der neuen Sparte Rombas Nachfolge antritt, hat dabei keine leichte Aufgabe.

Seite 3: Ohne eigenständigen Verband

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Heil bei Grundrente kompromissbereit: Wir sind lösungsorientiert

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich im Koalitionsstreit um die Einführung einer Grundrente kompromissbereit gezeigt. “Wir sind lösungsorientiert”, sagte er am Montag vor einer Sitzung des SPD-Parteipräsidiums in Berlin.

mehr ...

Immobilien

Wohn- und Mietenpaket der GroKo: Gute Zeichen für den Wohnungsbau, schlechte Zeichen im Mietrecht

Der beschlossene Wohnpakt trifft nicht überall auf Zustimmung auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW) äußert sich eher kritisch. Was Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, trifft.

mehr ...

Investmentfonds

Die Krise in Argentinien: Ansteckungsgefahr für die Schwellenländer?

Welche Auswirkungen haben die aktuellen Ereignisse in Argentinien auf das Marktgeschehen in den Schwellenländern? Nach Ansicht von LGIM sind diese eher begrenzt und spiegeln vielmehr eine länderspezifische Entwicklung wider. Ein Kommentar von Magdalena Polan, Senior Economist bei Legal & General Investment Management (LGIM).

mehr ...

Berater

Digitaler Wandel: „Reflexion ist eine fantastische menschliche Eigenschaft“

Die Transformation beherrscht die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Willkommen in disruptiven Zeiten – dass das so ist, belegen nicht nur die Titel auf den Bestseller-Listen. Während Newcomer und Startups auf den Startblöcken stehen, um ganze Branchen umzuwerfen, werden viele etablierte Unternehmen zunehmend unruhig. Ein Gespräch mit Reza Razavi, Senior Manager Culture and Transformation bei BMW Group, Referent bei Club 55 (European Experts of Marketing and Sales).

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW erwirbt Wohnportfolio in Helsinki und Espoo für deutsches Individualmandat

Mit dem Erwerb von zwei modernen Apartmenthäusern in der Metropolregion Helsinki erweitert AEW seinen Wohnbestand in Richtung Finnland. Die knapp 90 vollvermieteten Einheiten verteilen sich dabei auf ein Objekt im stark wachsenden Teilmarkt von Jätkäsaari – im westlichen Teil der Innenstadt von Helsinki – sowie eine Liegenschaft im angrenzenden Espoo (Matinkyla).

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...