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Magellan-Pleite: Insolvenzverwalter zahlt 100 Millionen Euro aus

Rund 8.000 Gläubiger des insolventen Container-Anbieters Magellan Maritime Services – hauptsächlich Kapitalanleger – haben in dieser Woche eine Abschlagszahlung in Höhe von insgesamt rund 100 Millionen Euro erhalten.

Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt will die vorläufige Insolvenzquote bis Ende 2018 feststellen.

Dies teilte der Magellan-Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte mit. Bei der Auszahlung handelt es sich um den überwiegenden Teil des Erlöses aus dem Verkauf der Magellan-Seecontainer, der den bevorrechtigten Anlegern zustand.

Die rund 110.000 Magellan-Container hatte Borchardt im Sommer 2017 für 160 Millionen Euro plus einer möglichen Erfolgsbeteiligung von bis zu 15 Millionen US-Dollar an den Singapur-Ableger der Buss-Gruppe aus Hamburg veräußert [1]. Der Verkaufspreis entspricht rund der Hälfte der Gesamtinvestitionen der Magellan-Anleger von insgesamt etwa 350 Millionen Euro.

Restbetrag kommt in 2019

„Ich gehe davon aus, den verbleibenden Restbetrag aus der Veräußerung nach Abzug von Kosten und Verbindlichkeiten im Jahr 2019 an die Insolvenzgläubiger ausschütten zu können“, sagt Borchardt. Bis dahin will der Insolvenzverwalter sämtliche zur Insolvenztabelle angemeldeten Forderungen abschließend prüfen und feststellen. Ende 2018 soll eine vorläufige Insolvenzquote feststehen.

Magellan Maritime Services hatte im Juni 2016 Insolvenzantrag gestellt [2]. Von der Insolvenz waren vor allem private Kapitalanleger betroffen, die in den Kauf der Container investiert hatten. Im Juli 2017 hatten die Anleger dem Verkauf des Magellan-Portfolios an Buss zugestimmt [3]. (sl)

Foto: Reimer Rechtsanwälte