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Spezialfonds revitalisiert Publikumsfonds-Objekt

Die Investmentgesellschaft Commodus Real Estate Capital GmbH hat ihren zweiten Spezialfonds aufgelegt. Er soll 400 Millionen Euro in die Revitalisierung von Büroflächen in deutschen Top-Städten investieren. Das erste Objekt stammt aus einem Publikumsfonds.

Matthias Mittermeier, Managing Partner von Commodus, will “versteckte Potenziale” heben.

Der Commodus Deutschland Fund II GmbH & Co. KG wird schwerpunktmäßig in Büroimmobilien mit Wertschöpfungspotential in den deutschen Top-Sieben-Städten und überregionalen Wirtschaftszentren investieren, so eine Mitteilung von Commodus. Von dem Zielinvestitionsvolumen von 400 Millionen Euro sollen demnach rund 150 Millionen Euro durch Eigenkapital finanziert werden, das von Investoren aus dem In- und Ausland bereitgestellt wird.

Neben den Altinvestoren, zu denen Commodus schon lange begleitende Family Offices gehören, haben sich mehrere Neuinvestoren an dem ersten Closing beteiligt, so die Mitteilung. Auch das Commodus-Team investiere eigenes Kapital.

Fokus auf “komplizierten Eigentümerstrukturen”

Commodus ist der Mitteilung zufolge eine bei der BaFin registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft. Der Commodus Fonds II ist rechtlich als geschlossener Spezial-AIF nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) strukturiert.

„Mit unserer Strategie, in die Revitalisierung und Neupositionierung von Bestandsimmobilien zu investieren, heben wir die versteckten Potentiale in die Jahre gekommener Büroimmobilien“, sagt Dr. Matthias Mittermeier, Managing Partner von Commodus.

Das Unternehmen lege den Fokus auf die in der Immobilie selbst begründeten Wertschöpfungspotenziale. Dazu gehören die Repositionierung und Aufmietung von Objekten und die Umsetzung umfassender Capex-Programme, so die Mitteilung. Ein weiterer Fokus liege auf Objekten mit komplizierten Eigentümerstrukturen wie beispielsweise Erbengemeinschaften, sonstigen Miteigentümergemeinschaften oder auch geschlossenen Fonds.

Seite 2: Erstes Objekt aus einem IBV-Fonds [1]

Die durchschnittliche Haltedauer der Objekte liege bei fünf bis zehn Jahren. Das eröffne Commodus die Möglichkeit, auch solche Objekte anzukaufen, die keinen unmittelbaren Handlungsbedarf oder zunächst keine Handlungsmöglichkeit aufweisen, aber mittel- bis langfristig entsprechende Potentiale bieten.

Die bereits erworbene Büroimmobilie in der Gustav-Meyer-Allee 1 in Berlin-Mitte mit 60.000 Quadratmetern Mietfläche stelle das Ankerinvestment des Commodus Fonds II dar.

“Off-Market-Deal”

“Dieses in einem Off-Market-Deal durch Ankauf von Anteilen an einem geschlossenen Fonds erworbene Objekt zeichnet sich durch stabile Einnahmen, eine herausragende Mikrolage sowie eine hohe Zentralität in Berlin aus”, heißt es in der Mitteilung.

Nach Cash.Online-Recherche handelt es sich um das Objekt des 1994 aufgelegten Fonds “Büro- und Dienstleistungszentrum Berlin (BUD)” der IBV (Bankgesellschaft Berlin) mit einem ursprünglichen Eigenkapital von rund 83,3 Millionen Euro. (sl)

Foto: Commodus Real Estate Capital GmbH