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Volle Kasse bei MPC Capital

Der Asset- und Investmentmanager MPC Capital AG meldet eine positive Entwicklung im dritten Quartal 2019. Das Quartals-Ergebnis hat sich verbessert, kumuliert ging es hingegen zurück. Der Rückgang des Altgeschäfts wurde durch Wachstum im Neugeschäft erneut überkompensiert. Der Cash-Bestand des Unternehmens ist komfortabel.

Ulf Holländer, CEO von MPC

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte im dritten Quartal 2019 auf 0,5 Millionen Euro (Q3 2018: 0,1 Millionen Euro) verbessert werden, teilt MPC mit. Die Umsätze erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 11,0 Millionen Euro im dritten Quartal 2019.

Kumuliert betrachtet stiegen die Umsatzerlöse des MPC Capital-Konzerns in den ersten neun Monaten 2019 leicht auf EUR 30,9 Millionen Euro. Der erwartete Rückgang der Erträge aus dem früheren Retail-Business konnte somit erneut durch steigende Erträge aus dem Geschäft mit institutionellen Investoren kompensiert werden.

Die Management Fees lagen mit 27,5 Millionen Euro gut 5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und spiegeln vor allem das kontinuierliche Wachstum im Shipping-Bereich wider. Mit der Gründung des Joint Ventures Harper Petersen im dritten Quartal und der Beteiligung an der Albis Shipping & Transport im November hat MPC Capital zudem das Fundament für das weitere Wachstum im kommerziellen Ship Management verbreitert, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

Cash-Bestand rund 15,7 Millionen Euro

Die Transaction Fees lagen mit 2,9 Millionen Euro aufgrund einer geringeren Transaktionstätigkeit im laufenden Geschäftsjahr unter dem Vorjahreswert von 3,9 Millionen Euro. Sie umfassten primär den Verkauf eines Portfolios von Office-Immobilien in den Niederlanden sowie eine Reihe von Schiffstransaktionen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag nach den ersten neun Monaten 2019 bei 2,3 Millionen Euro (9M 2018: 3,9 Millionen Euro). Der Rückgang reflektiert vor allem die um rund 6,1 Millionen Euro geringeren sonstigen betrieblichen Erträge in den ersten neun Monaten 2019. Dem gegenüber stand wiederum ein deutlich gesteigertes Beteiligungsergebnis aus dem in den vergangenen fünf Jahren aufgebauten Co-Investment-Portfolio. Der Cash-Bestand betrug zum 30. September 2019 rund 15,7 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 79 Prozent. 

Für das Schlussquartal rechnet der Vorstand der MPC Capital AG mit einer weiterhin stabilen Entwicklung, so dass für das Gesamtjahr 2019 unverändert mit einem leicht steigenden Konzernumsatz sowie einem mindestens ausgeglichenen Konzernergebnis vor Steuern auszugehen ist.

MPC zählte einst zu den größten Anbietern von geschlossenen Fonds mit dem Schwerpunkt Schiffsbeteiligungen, hat sich nach Turbulenzen im Zuge der Finanz- und Schifffahrtskrise aber aus dem Publikumsgeschäft zurückgezogen.

Foto: MPC