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Zweitmarkt: Transaktionen-Anzahl gestiegen, Volumen gesunken

Die Zahl der gehandelten Beteiligungen am Zweitmarkt für geschlossene Fonds ist im ersten Quartal 2019 um mehr als 13 Prozent auf 2.008 gestiegen. Das am Markt gehandelte Nominalkapital ist im Vergleich zum letzten Quartal 2018 hingegen leicht um 3,9 Prozent auf 69,58 Millionen Euro gesunken.

Anteile an Immobilienfonds sind weiterhin am häufigsten Gegenstand von Transaktionen am Zweitmarkt (Symbolfoto).

Das geht aus dem Quartalsbericht der Deutschen Zweitmarkt AG (DZAG) hervor. Die Summe der Kaufpreise ist demnach in dem Zeitraum um 15,3 Prozent zurückgegangen und lag bei 45,01 Millionen Euro.

Der durchschnittliche Handelskurs über alle Anlageklassen lag im ersten Quartal 2019 bei 64,69 Prozent – und damit um knapp zwölf Prozent niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zu den Monaten Januar bis März der Vorjahre könne der Zweitmarkt mit dem Auftakt aber überaus zufrieden sein.

Immobilienfonds im Schnitt bei 78,5 Prozent

Die DZAG erfasst kontinuierlich den öffentlich sichtbaren Handel in den Sparten Immobilie, Schiff und Sonstige Assets. Der Durchschnittskurs im Bereich der Immobilienfonds lag bei knapp 78,5 Prozent, im Bereich der Sonstigen Assets bei etwas über 46 Prozent.

Auf Immobilienfonds entfiel mit knapp 65 Prozent wie gewohnt der größte Umsatzanteil. Es folgt die Assetklasse der Sonstigen Assets mit 20 Prozent sowie die der Schiffsfonds mit etwas mehr als 15 Prozent. Vergleichsweise rege gehandelt wurden im ersten Quartal vor allem Schiffsfonds und Sonstige Assets – bei letzteren machten allein die Flugzeugfonds 42 Prozent aller gehandelten Beteiligungen aus, so die Mitteilung.

Seite 2: Fondsbörse sieht “zufriedenstellendes” Q1 [1]

Jan-Peter Schmidt, Vorstand der DZAG, ist für die kommenden Monate optimistisch für sein Geschäftsfeld: „Die BaFin zieht die Zügel an, die Emittenten zögern mit Neuemissionen: Das steigert die Attraktivität des Zweitmarkts für Kapitalanlagen im Jahr 2019 einmal mehr.“

Auch die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Muttergesellschaft der DZAG, berichtet von einem “zufriedenstellenden” ersten Quartal. Dabei habe sich der Trend fortgesetzt, dass die Zahl der getätigten Transaktionen ansteigt, große Vermittlungen mit hohen Kursen jedoch rarer werden.

Alex Gadeberg, Vorstandsmitglied der Fondsbörse: „An der starken Zweitmarkt-Nachfrage für geschlossene Beteiligungen kann man gut sehen, wie attraktiv der Zweitmarkt als Anlagealternative ist – auch im Vergleich zu anderen Anlageformen. Was wir jetzt brauchen, ist eine längst überfällige Belebung des Emissionsgeschäftes im Erstmarkt.” (sl)

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