24. Februar 2020, 14:07
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Private Equity in Europa weiterhin auf Rekordniveau

Der europäische Private-Equity-(PE)-Markt blieb 2019 auf sehr hohem Niveau: Im vergangenen Jahr fanden in Europa insgesamt 2.515 Transaktionen mit PE-Beteiligung statt – 16 Prozent mehr als 2018. Das Deal-Volumen lag nur knapp unter dem Rekord von 2018. Trotzdem konnte eine riesige Summe noch nicht investiert werden.

Investitionsquote-private-equity in Private Equity in Europa weiterhin auf Rekordniveau

2,3 Billionen Euro “Dry Powder” harren noch der Investition.

Finanzinvestoren beteiligten sich mit insgesamt 260 Milliarden Euro am Kauf und Verkauf von Unternehmen. Das Deal-Volumen war damit nur leicht geringer als im Rekordjahr 2018; damals waren es 262,1 Milliarden Euro.

Dies sind einige der Kernergebnisse des „Private Equity Trend Report 2020“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Für die Studie hat PwC 250 europäische PE-Investoren zu den wichtigsten Branchentrends befragt.

Buyouts in Volumen und Anzahl gestiegen

Insbesondere die Zahl der Unternehmenskäufe („Buyouts“) ist der Studie zufolge 2019 gestiegen. Das Transaktionsvolumen wuchs dabei um 26 Prozent auf insgesamt 1.973 Deals, der Wert stieg um 15 Prozent auf insgesamt 200,7 Milliarden Euro.

Steve Roberts, Leiter Private Equity bei PwC Deutschland, erläutert: „Das liegt vor allem an dem hohen Niveau der Mega-Deals im Wert von mehr als einer Milliarde Euro und an der steigenden Anzahl von Deals mit einem Transaktionswert zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro.“

2019 fanden insgesamt 81 solcher Transaktionen statt. „Einige davon waren Take-private Mega-Deals“, ergänzt Steve Roberts. „Das britische Pfund ist auf einem historischen Tiefstand, gleichzeitig hat das hohe Maß an nicht-investiertem Kapital den privaten Markt verteuert. Für Buyout-Fonds war daher 2019 der öffentliche Markt teilweise attraktiver“, so Roberts.

Exits bleiben auf niedrigem Niveau

Demgegenüber blieb die Zahl der Exits 2019 auf demselben (niedrigen) Niveau wie 2018: Lediglich 945 Desinvestitionen fanden in beiden Jahren jeweils statt, deutlich weniger als in den Jahren 2015 bis 2017. Der Exit-Wert fiel dabei auf insgesamt 121 Milliarden Euro, den niedrigsten Wert in Europa seit 2013 (-13,3 Prozent).

Eine der größten Herausforderungen sahen die befragten Finanzinvestoren im zunehmenden Wettbewerb um geeignete Investitionsziele. Zwei Drittel (66 Prozent) von ihnen meinten, der Wettbewerb zwischen den europäischen PE-Häusern habe 2019 zugenommen. „Dies ist auch eine Folge des Überflusses an ,Dry Powder’“, erläutert PwC-Experte Steve Roberts.

Schätzungen belaufen sich auf 2,3 Billionen Euro derzeit nicht-investiertes Kapital. „Der immer weiter steigende Wettbewerb und die damit einhergehenden Bewertungen sollten normalerweise zu geringeren Renditen führen“, so Roberts. Gleichzeitig ist aber die Zahl der Investmentziele nicht gestiegen.

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