2. Juli 2020, 12:31
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Zweitmarkt: Erneuerbare-Energien-Fonds im Aufwind

Im zweiten Quartal 2020 zeigen sich am Zweitmarkt für geschlossene Fonds große Unterschiede zwischen den Assetklassen: Während Nominal- und Kaufpreisvolumen bei Immobilienfonds deutlich zurückgehen, können die “Sonstigen Fonds” einen Anstieg des Durchschnittskurses verzeichnen.

DZAG Vorstand JP Schmidt in Zweitmarkt: Erneuerbare-Energien-Fonds im Aufwind

Jan-Peter Schmidt, Vorstand Deutsche Zweitmarkt AG

Auch wenn der Umsatzanteil der Immobilienfonds mit 61,3 Prozent etwas niedriger ausfällt, halten sie vor dem Segment “Sonstige Fonds” (22,4 Prozent) und den Schiffsfonds (16,3 Prozent) weiterhin den größten Anteil am Zweitmarkthandel und prägen damit die Monate April bis Juni 2020, so der Marktbericht der Deutschen Zweitmarkt AG.

Das am Markt insgesamt gehandelte Nominalkapital sinkt demnach im Vergleich zum ersten Quartal 2020 deutlich um 16,1 Prozent auf 64,5 Millionen Euro. Die Summe der Kaufpreise geht um 42,6 Prozent zurück und liegt bei 37,9 Millionen Euro.

Durchschnitt im Q2 bei 58,82 Prozent

Der durchschnittliche Handelskurs über alle Anlageklassen liegt im zweiten Quartal 2020 bei 58,82 Prozent. Die Anzahl der gehandelten Beteiligungen sinkt leicht auf 1.826. “Zieht man allerdings einen Vergleich der ersten Halbjahre 2019 und 2020, so zeigt sich trotz Corona-Krise bei allen Kennzahlen tatsächlich nur ein leichter Rückgang”, heißt es in der Mitteilung.

Grundsätzlich lasse sich am Zweitmarkt für geschlossene Fonds eine ähnliche Entwicklung wie an anderen Kapitalmärkten verzeichnen: Im Bereich Immobilien – insbesondere bei Hotel- und Einkaufscenterfonds – sind spürbare Kursrückgänge zu verzeichnen. Im Bereich der Sonstigen Fonds – vor allem bei Erneuerbaren Energien – kommt es hingegen zu Kurssteigerungen.

„Im zweiten Quartal 2020 haben wir vermehrt neue Käufer gewonnen und Kaufvolumen an die Deutsche Zweitmarkt AG gebunden,“ konstatiert Vorstand Jan-Peter Schmidt. Für die nächsten Monate erwartet er auch aufgrund der anstehenden Sommerpause keine signifikanten Veränderungen beim Kauf- und Verkaufverhalten der Anleger.

Foto: Deutsche Zweitmarkt AG

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