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Ergo streicht rund 2.000 Stellen

Bereits vor einer Woche warnte die Gewerkschaft Verdi vor Stellenabbau bei der Münchener Rück-Tochter (cash-online berichtete hier [1]) ? jetzt ist es offiziell: Bis 2010 sollen 180 Millionen Euro eingespart werden, 1.930 Stellen werden bundesweit gestrichen.

Die Düsseldorfer Versicherungsgruppe will durch die Personalreduzierung in den kommenden zweieinhalb Jahren die Verwaltungskostenquoten drücken. In der Lebensversicherung liegt die Zielmarke bei 2,9 Prozent (2007: 3,3 Prozent), in der Krankenversicherung bei 2,8 (3,0) Prozent. In der Sparte Komposit soll die Betriebskostenquote von jetzt 32,2 auf 30,5 Prozent gesenkt werden. Das teilte der Konzernvorstand gestern mit.

Das Sparprogramm sei aber nur eine Maßnahme, um der Gruppe zu mehr Wachstum zu verhelfen. Bis 2012 sollen ?die Vertriebe mit einem umfassenden Wachstumsprogramm zu neuer Schlagkraft geführt und die Internationalisierung vorangetrieben werden?, heißt es in der Mitteilung. Zudem möchte sich der Konzern im Altersvorsorgemarkt neu positionieren und die Kapitalstruktur optimieren. Erst am vergangenen Freitag sah sich Ergo gezwungen, wegen eines schwachen Ergebnisses im ersten Halbjahr, den Ausblick für 2008 von ursprünglich 480 bis 600 auf 320 bis 380 Millionen Euro zu senken (cash-online berichtete hier [2]). (hi)