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Frauen vernachlässigen BU-Schutz

Frauen nehmen das Thema Berufsunfähigkeit (BU) nicht mehr so ernst wie noch vor fünf Jahren, wie eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Wiesbadener Finanzdienstleisters Delta Lloyd zeigt.

Besonders bei Frauen im Alter von 36 bis 45 Jahren hat die private Vorsorge für den Fall der Berufsunfähigkeit stark an Bedeutung verloren. Hielten 2003 noch rund ein Fünftel der 36 bis 40-Jährigen einen BU-Schutz für notwendig, sind es aktuell nur noch 15,4 Prozent. Noch ausgeprägter ist der Rückgang bei Frauen zwischen 41 und 45: Nur 14,2 Prozent halten eine Absicherung für nötig, fünf Jahre zuvor waren es 23,6 Prozent.

Die Ursachen für diese Entwicklung konnte die Studie, in deren Rahmen 1.000 Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren befragt wurden, nicht genau eruieren. Oftmals werde das Problem verdrängt, aber auch das durch steigende Lebenshaltungskosten geschmälerte Vorsorge-Budget sei ein Grund, so die Autoren.

Nach Angaben von Delta Lloyd wird jeder vierte Berufstätige in Deutschland vor dem Rentenbeginn berufs- oder erwerbsunfähig. Für alle 1961 und später Geborenen gibt es keinen gesetzlichen BU-Schutz. (hi)