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Ergo-Lebensversicherer fahren Verzinsung runter

Die Lebensversicherer des Düsseldorfer Ergo-Konzerns haben ihre Überschussbeteiligungen für 2010 bekanntgegeben. Die laufende Verzinsung sinkt bei der Hamburg-Mannheimer von 4,2 auf vier und bei der Karstadt Quelle Lebensversicherung von 4,3 auf 4,1 Prozent. Bei der Victoria soll sie dagegen von 3,6 auf 3,7 Prozent steigen.

Aus den Überschuss-Deklarationen ergibt sich auch die Gesamtverzinsung für das kommende Jahr. Sie beträgt durchschnittlich 4,55 Prozent für die Hamburg-Mannheimer (Vorjahr: 4,7 Prozent), 4,05 Prozent für die Victoria (4,25 Prozent) und 4,6 Prozent für die Karstadt Quelle Lebensversicherung (fünf Prozent).

Die Gesamtverzinsung besteht aus der laufenden Verzinsung (Rechnungszins plus laufende Zinsüberschussbeteiligung), der Schlussüberschuss­beteiligung sowie der Sockelbeteiligung an den Bewertungs­reserven.

Die Reduzierung der Überschussbeteiligung sei Ausdruck der an „Nachhaltigkeit orientierten Unternehmenspolitik“, teilt die Ergo mit.  Mit der Entscheidung stelle man Sicherheit und Finanzkraft in den Vordergrund.

„In der aktuellen Niedrigzinsphase hat die Stärkung der Risikotragfähigkeit unserer Gesellschaften für uns höchste Priorität“, erklärte Dr. Daniel von Borries, im Ergo-Vorstand für Lebensversicherung und Kapitalanlage verantwort­lich.

Die Ergo ist nicht das erste Schwergewicht in der Branche, das sich offensichtlich auf eine anhaltende Phase niedriger Zinsen einstellt. Auch Marktführerin Allianz [1] und die R+V [2] haben ihre laufende Verzinsung vor diesem Hintergrund bereits nach unten angepasst. (hb)

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