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ITA nimmt Produkte unter die Lupe

Das Berliner Institut für Transparenz in der Altersvorsorge (ITA) hat sein Leistungsportfolio erweitert und gestaltet damit sein Geschäftsmodell aus, um sich als Dienstleister für die Versicherungswirtschaft zu positionieren. Das ITA untersucht Finanz- und Altersvorsorgeangebote auf Verständlichkeit und Transparenz.

Zum Leistungsangebot des Instituts zählt unter anderem die Untersuchung von Finanz- und Altersvorsorgeangeboten. Dabei überprüft das ITA nach eigenen Angaben die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Produktinformationsblätter hinsichtlich einer transparenten und übersichtlichen Darstellung sowie auf ihre sprachliche Verständlichkeit. In der Analyse würden Bruttoentwicklungen der Modellierung, Kickback-Ausweise und Chance-Risiko-Profile berücksichtigt.

Ebenso können Versicherungsgesellschaften ihre Vertragsbedingungen untersuchen lassen. Im Fokus dieser Bewertung stehen die Formulierungen der Bedingungen. Die Analyse wird in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Hans-Peter Schwintowski, Inhaber des Rechts-Lehrstuhls der Humboldt-Universität Berlin sowie Professor Dr. Günther Zimmermann, einem Experten für Sprachwissenschaft durchgeführt, so das ITA.

Weiterhin sind laut ITA Überprüfungen von Modellrechnungen sowie ein Check der Angebotssoftware möglich. Hier untersucht das Institut, ob die Berechnungen alle Kostenarten vollständig berücksichtigen und auf nicht garantierte Überschüsse, Treueboni und Kickbacks verzichtet wird. Eine Wettbewerbsanalyse vergleicht darüber hinaus für Gesellschaften Produkte mit denen der Konkurrenz und erarbeitet Verbesserungsvorschläge.

Nach Abschluss und Umsetzung der Überarbeitung von Angeboten, Bedingungen oder Berechnungsprogrammen verleiht das ITA ein Gütesiegel für “besonders transparente Darstellungen”. Versicherungsgesellschaften sollen so die Möglichkeit erhalten, ihre Kundenfreundlichkeit und Transparenz mit einem Qualitätszeichen zu bewerben. (ks)

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