Anzeige
Anzeige
16. Februar 2010, 16:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Tarife zu kompliziert: Assekuranz vergibt Vertriebschancen

Die deutschen Versicherer machen sich den Vertrieb durch komplizierte Produktportfolios schwer. Zudem ist unnötige Tarifvielfalt ein Kostentreiber für die Anbieter. Dennoch haben nur drei Prozent der Gesellschaften bislang ihre Produktpalette bereinigt. Das zeigt die Studie „Branchenkompass Versicherungen Spezialausgabe“ von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

Tarifdschungel1-127x150 in Tarife zu kompliziert: Assekuranz vergibt VertriebschancenDer Analyse zufolge prüfen derzeit weitere zehn Prozent der Versicherer kritisch ihre Portfolios. Die Branchenmehrheit nutzt dagegen nicht das volle Potenzial unkomplizierter Produktstrukturen.
Obwohl die Tarifvielfalt, so die Studie, nicht nur die Arbeit in Vertrieb und Beratung erschwert, sondern mit zahlreichen Regeln, Ausnahmen und Sonderfällen auch die Standardisierung von Prozessen.

Dabei setzt die Branche gerade auf solche Prozessoptimierungen, um dem derzeitigen Kostendruck zu begegnen. Doch 55 Prozent der befragten 100 Führungskräfte geben an, dass ihre Unternehmen die Produktportfolios bis dato nicht verschlankt haben. Bei 32 Prozent wurden entsprechende Maßnahmen erst zu einem geringen Teil umgesetzt.

Besonders zurückhaltend sind die Krankenversicherer: Hier geben 67 Prozent der Befragten an, ihr Tarifangebot überhaupt nicht bereinigt zu haben. Bei den Personenversicherern haben fast zwei Drittel ihre Portfolios nicht vereinfacht. Auch die Größe der Gesellschaften spielt eine Rolle. Während bei Versicherungen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern nur rund ein Drittel keinerlei Maßnahmen zur Tarifbereinigung durchgeführt hat, sind es bei kleineren Anbietern mit 61 Prozent fast doppelt so viele.

 in Tarife zu kompliziert: Assekuranz vergibt Vertriebschancen

„Einige Versicherer, die keine Kostenführerschaft anstreben, setzen weiterhin bewusst auf ein breites Portfolio“, erklärt Sabine Moeller, Senior Manager Insurance bei Steria Mummert Consulting. „Beispielsweise versprechen sie sich davon, breitere Kundenbedürfnisse abzudecken und damit Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Dafür nehmen sie aber Mehrkosten in Kauf – bei der Produktentwicklung über den Vertrieb bis hin zur Schadenbearbeitung.“ (hb)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

HDI setzt auf digitale BU-Beratung

Die HDI ermöglicht ab sofort die vollständige digitale Abwicklung der BU-Beratung mittels “vers.diagnose”. Damit sollen Kunden noch während des Beratungsgesprächs zum Thema Berufsunfähigkeit eine belastbare Auskunft über ihre individuelle Versicherbarkeit erhalten.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilienpreise setzen Aufwärtstrend fort

Die Preise für Wohnimmobilien sind trotz kurzfristiger Schwankungen weiterhin im Aufwärtstrend. Das geht aus einer Auswertung von Europace hervor. Das Unternehmen hat die Preisentwicklung von Bestands- und Neubauhäusern sowie Eigentumswohnungen untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

“Technologie kann nicht ethisch handeln”

“Daten sind das neue Öl”, so der Futurist Gerd Leohnhard auf der Axa Veranstaltung “Tomorrow Augmented”, auf der der Einfluss von Technologie auf unsere Gesellschaft, Arbeits- und Investmentmärkte diskutiert wurde. Leonhard und Vertreter von Axa IM sprachen über Vor- und Nachteile der Digitalisierung unserer Wirtschaft.

mehr ...

Berater

Jetzt also Jamaika – nun gut, wir werden sehen

Die Bundestagswahl ist eine Zäsur für Deutschland. Doch was bedeutet das Ergebnis für die Sachwertbranche? Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für DFV Hotel Weinheim

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Fonds „DFV Hotel Weinheim“ der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG aus Hamburg mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Das können Vermieter von der Steuer absetzen

Wer eine Immobilie vermietet, erzielt nicht nur Mieteinnahmen, sondern muss auch eine Reihe von Kosten tragen. Cash. gibt einen Überblick über die wichtigsten Positionen, die von der Steuer abgesetzt werden können.

mehr ...