Zweite Vermittlerrichtlinie: Dramatische Auswirkungen erwartet

Die Europäische Union plant, die Vergütung von Versicherungsvermittlern neu zu regeln. Der Pariser Think Tank „Monitoring European Distribution of Insurance“ (Medi) hat eine Studie zu den möglichen Folgen veröffentlicht.

europeMedi rechnet damit, dass die Europäische Kommission ihren Vorschlag für die 2. Vermittlerrichtlinie im kommenden Frühjahr vorlegen wird. „Die geplanten Neuregelungen werden europaweit zu neuen Geschäftsmodellen nicht nur für jeden Versicherungsvermittler, sondern auch für jeden Versicherer führen. Wird es zu einem Provisionsverbot kommen, wie es bereits heute in einigen Ländern und einigen Märkten der Fall ist oder können mögliche Interessenkonflikte mit weniger einschneidenden Maßnahmen gelöst werden?“, kommentiert Nick Davenport, einer der Koautoren die Ergebnisse der Untersuchung.

Die Studie fasst zunächst den Ansatz der 1. Vermittlerrichtlinie zur Vermeidung von Interessenkonflikten zusammen, bevor sie auf die jüngsten Entwicklungen zur Frage eines Provisionsverbots in verschiedenen Ländern und Teilmärkten eingeht. Zur Vorbereitung auf die in Kürze anstehende europaweite Diskussion zu dieser Schlüsselfrage der Versicherungswirtschaft sowie im Hinblick auf die erforderlichen Umstellungen, stellen die Verfasser die Vor- und Nachteile eines Provisions- und Honorarsystems gegenüber. Im Resümee zur Studie sprechen die Autoren von einer „echten Revolution für den gesamten Versicherungssektor“.

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