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Arag wächst dank Kranken- und Auslandsgeschäft

Der Düsseldorfer Rechtsschutzversicherer Arag hat im vergangenen Geschäftsjahr ein Beitragsplus von mehr als vier Prozent verbucht und sein operatives Ergebnis um mehr als ein Drittel gesteigert. Während die Geschäfte im Ausland stark anzogen, waren die Beiträge im gesättigten Heimatmarkt rückläufig.

Insgesamt baute die Arag ihre gebuchten Bruttobeiträge im Geschäftsjahr 2010 um 4,4 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro aus. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit kletterte um 38,4 Prozent auf 64,2 Millionen Euro. Der Überschuss stieg auf 50,1 Millionen Euro, was mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Im Rechtsschutzgeschäft, dem Kernsegment des Versicherers, legten die Beitragseinnahmen um 3,1 Prozent auf 706,5 Millionen Euro zu. International wurde eine Steigerung um 7,4 Prozent auf 406,7 Millionen Euro erreicht. Im deutschen Markt sanken die Beiträge dagegen um 2,3 Prozent auf knapp 300 Millionen Euro.

Als wachstumsstärkste Sparte des Konzerns hat sich die Krankenversicherung behauptet: Die Bruttobeitragseinnahmen erhöhten sich um 12,3 Prozent auf 286,8 Millionen Euro. Das Kompositgeschäft profitierte im Berichtsjahr von ausbleibenden Großschäden und verdoppelte sein Ergebnis auf 50,3 Millionen Euro.

In der Lebensversicherung wurde ein Prämienwachstum um drei Prozent auf 206,6 Millionen Euro erzielt. Entgegen dem Branchentrend sei der Anstieg erreicht worden, ohne dafür den Verkauf von Policen gegen kurzlaufende Einmalbeiträge zu forcieren, so die Arag.

Für das erste Halbjahr 2011 meldet der Versicherer ein spartenübergreifendes Beitragsplus um 3,3 Prozent auf 744 Millionen Euro. Wachstumstreiber bleiben das Auslandsgeschäft und die Krankenversicherung. Im weiteren Jahresverlauf geht der Konzernvorstand von einem Beitragsanstieg von mehr als zwei Prozent aus. (hb)

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