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Central: Außendienst vor dem Aus

Dem Krankenversicherer Central, der zur Generali Deutschland Gruppe gehört, steht offenbar ein Unternehmensumbau bevor. Einem Medienbericht zufolge sollen der Außendienst geschlossen und die Kapazitäten des Maklervertriebs „angepasst“ werden.

Der Grund: Die Billigtarife für private Krankenversicherungen sind gescheitert. Das berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD). Die Hoffnung, die mit günstigen Tarifen geworbenen Kunden würden sich später für die teureren Produkte entscheiden, habe sich nicht erfüllt. Deshalb reagiere der Generali-Konzern nun mit einem „harten Einschnitt“.

Nach Informationen der FTD will der Krankenversicherer nun seinen Außendienst mit 600 Vertretern schließen. Vorstandschef Heinz Teuscher sagte gegenüber der FTD, dass die Auflösung des eigenen Vertriebs noch nicht beschlossen sei. „Wir prüfen die Einstellung des Außendienstes und die Möglichkeit, dass sich die Vermittler für andere Vertriebswege entscheiden können”, zitiert ihn das Blatt.

Der Konzern wolle den Central-Vertretern den Wechsel zu einem anderen Vertrieb anbieten, heißt es weiter. Dazu gehören der Außendienst Generali Versicherungen und der Finanzvertrieb Deutsche Vermögensberatung (DVAG), der seit Jahren einer der wichtigsten Vertriebspartner der Central ist.

Außerdem werde der Vertrieb über Versicherungsmakler, der von rund 70 Mitarbeitern betreut wird, fast komplett eingestellt, da ein „scharfer Rückgang im Geschäft“ erwartet werde. Deshalb müssten Kapazitäten angepasst werden.

Das Neugeschäft von Vertretern und Maklern bestand, so die FTD, zu 70 Prozent aus dem jetzt geschlossenen Billigangebot. Außerdem müsse die Gesellschaft zum Jahresende ihre Tarife um bis zu 20 Prozent anheben. Das mache sie dann vollständig unattraktiv für Makler.

Neben der Schließung des Außendienstes werde bei Central auch der Vorstand verkleinert. Wie es in dem FTD-Bericht weiter heißt, werden von den derzeit vier Vorständen Daniela Rode und Friedrich Schmitt das Unternehmen verlassen. Es bleiben Vorstandschef Heinz Teuscher und Vertriebschef Oliver Brüß.

Die Central ist nicht der erste private Krankenversicherer, der über die Billigtarife stolpert. Bereits im Juni hatte der Kölner Versicherer DKV [1], der zum Ergo-Konzern gehört, mitgeteilt, die sogenannten PKV-Einsteigertarife im Dezember einstellen zu wollen. (ks)

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