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Deutsche Baloise-Töchter steigern Ergebnis

Die neu aufgestellte Basler Gruppe Deutschland hat ihren operativen Gewinn im vergangenen Jahr ausbauen können. Der Konzern umfasst die Deutschland-Töchter der Schweizer Baloise-Versicherung. Neben der Basler sind das die Deutscher Ring Lebensversicherung und die Deutscher Ring Sachversicherung. 

Dr. Frank Grund

Die summierten Ergebnisse der Einzelgesellschaften kletterten 2010 um 21,7 Prozent auf insgesamt 65,5 Millionen Euro vor Steuern, wie die Basler Gruppe mitteilt.

Zum Wachstum beigetragen haben Kosteneinsparungen, Einmaleffekte und Effizienzsteigerungen durch das Bündeln von Kräften innerhalb der Gruppe, so die Basler. Letzteres sei durch die fortschreitende Entflechtung des Deutschen Rings [1] ermöglicht worden, heißt es weiter.

Die gebuchten Bruttobeiträge des Konzerns blieben mit 1,4 Milliarden Euro annähernd auf Vorjahresniveau. Der Bestand an Kapitalanlagen wuchs um 1,4 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro.

“Angesichts der laufenden Neuausrichtung der Basler Gruppe Deutschland – angefangen bei der Produktentwicklung bis hin zum Vertrieb – sind wir mit dem erreichten Beitragswachstum und der Ergebnissteigerung sehr zufrieden”, sagte Vorstandschef Dr. Frank Grund.

Seite 2: Die Ergebnisse in den einzelnen Sparten [2]

In der Lebensversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge 2010 um 0,6 Prozent auf 732,5 Millionen Euro, wobei der Zuwachs im Neugeschäft auf einem starken Anstieg bei Einmalbeiträgen beruht. Diese erhöhten sich um 48,7 Prozent auf 85,5 Millionen Euro. Das Geschäft mit Altersvorsorgeprodukten stagnierte weitgehend.

In der Sachversicherung konnte das Ergebnis vor Steuern vor allem aufgrund von Sondereffekten um 12,9 Prozent auf 52 Millionen Euro ausgebaut werden. Das versicherungstechnische Ergebnis wurde um 48,7 Prozent auf 15,9 Millionen Euro verbessert.

Die Kosten-Schadenquote erhöhte sich derweil von 93,2 auf 97,4 Prozent. Schuld waren die vielen Großschäden sowie erhebliche Elementarschäden aufgrund der harten Winter und das Sturmtief Xynthia.

Auch die Beitragsentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung war 2010 leicht rückläufig. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken um 0,4 Prozent auf 678,7 Millionen Euro.

2011 steht für die Basler Gruppe im Zeichen der Umstrukturierung. Die engere Verzahnung mit den Deutsche-Ring-Gesellschaften solle “ganz wesentlich voranschreiten” und die geplante Verschmelzung vorbereitet werden.

Dazu sollen in einem ersten Schritt die Produktlandschaften für das Neugeschäft angeglichen werden. (hb)

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