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Deutsches Delta-Lloyd-Geschäft wird nach Asien verkauft

Der niederländische Finanzdienstleistungskonzern Delta Lloyd hat sein Deutschlandgeschäft an den japanischen Finanzkonzern Nomura Holdings verkauft. Damit hat die Suche nach einem Käufer ein Ende gefunden. Der Verkauf steht allerdings noch unter Vorbehalt.

Nomura übernimmt die Delta Lloyd Lebensversicherung sowie alle dazu gehörenden Tochtergesellschaften, heißt es in der Mitteilung. Auf die bestehenden Policen soll der Verkauf keine Auswirkungen haben. Alle Verpflichtungen sollen weiter erfüllt werden. Übernommen werden von Nomura auch die knapp 200 Mitarbeiter und das derzeitige Management.

Der Verkauf steht noch unter Vorbehalt aufsichtsrechtlicher Genehmigungen. Ebenso steht der Transaktionspreis noch nicht fest. Dieser sei abhängig von Entwicklungen der Kapitalmärkte, hier vor allem Zins- und Kursdifferenzen, und der Immobilienwertentwicklung, heißt es.

Wenn der Mindestpreis nicht erreicht wird, hat Delta Lloyd eigenen Angaben zufolge ein Rücktrittsrecht. Der Versicherer geht bei der Transaktion von mindestens 65 Millionen Euro positivem Ergebnis nach IFRS, inklusive Steuervorteilen aus.

Der Delta-Lloyd-Konzern setzt damit seine bereits im März 2010 angekündigte Strategie [1] um, sich auf die Kernmärkte Niederlande und Belgien zu konzentrieren. Gleichzeitig wurde damals bekanntgegeben, dass der Konzern sein Deutschlandgeschäft einstellen werde. Betroffen waren davon die Töchter Delta Lloyd Lebensversicherung, Hamburger Lebensversicherung sowie Delta Lloyd Pensionskasse.

Ende des Jahres 2010 wurde das bis dahin zu Delta Lloyd gehörende Bankhaus Gries & Heissel verkauft [2], das an Privatinvestoren aus Deutschland und Luxemburg ging. (ks)

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