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DIW-Studie: Riester-Bilanz enttäuschend

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat eine Reformierung der Riester-Rente gefordert: Sie biete zu häufig eine schlechte Rendite.

Zehn Jahre nach Einführung der Riester-Rente hat eine DIW-Studie eine „enttäuschende Bilanz“ gezogen. Eingriffe der Politik haben sich negativ auf die zu erwartende Rendite der Anleger ausgewirkt, so die DIW-Expertin für Verbraucherpolitik Kornelia Hagen. Hinzu kämen hohe Gebühren und intransparente Kalkulationsgrundlagen, die das Bild trüben.

„Die Riester-Produkte haben sich seit ihrer Einführung zu Ungunsten der Sparer entwickelt“, sagt Hagen. Dafür seien insbesondere eine unzureichende Regulierung der Kalkulationsregeln und eine Verschlechterung der staatlichen Zertifizierung verantwortlich.

Vor allem die Akzeptanz im unteren Einkommensbereich ist nach Meinung der DIW-Experten viel zu gering: So hätten in diesem Bereich bislang deutlich weniger als 40 Prozent der Anspruchsberechtigten einen Riestervertrag abgeschlossen. Der Anteil der Riester-Sparer unter westdeutschen Männern mit Hochschulabschluss ist mit gut 35 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe mit niedrigem Bildungsabschluss, so die Studienmacher.

Damit die Riester-Rente die Altersvorsorge für die Bevölkerung, wie vorgesehen, verbessern kann, müsse sie dringend grundlegend reformiert werden, fordert Hagen. Demnach sollte vor allem die Transparenz und Vergleichbarkeit erhöht werden, etwa durch standardisierte Kosteninformationen, eine inhaltlich bewertende Zertifizierung der Riester-Produkte sowie nachvollziehbaren Kalkulationsgrundlagen. Zudem müssten Wechselkosten wegfallen, so Hagen.

Hagen hatte gemeinsam mit Johannes Geyer vom DIW Berlin und dem Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten e.V. die Riester-Rente untersucht. (lk)

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