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3. November 2011, 13:27
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MaRisk-Management: Drei Viertel der Versicherer erzielen Synergien

76 Prozent der Versicherer vermelden Synergien für den Geschäftserfolg, nachdem sie die aufsichtsrechtlichen Vorgaben für das Risikomanagement „MaRisk (VA)“ umgesetzt haben. Vor allem das Controlling (84 Prozent) profitiere davon, so eine aktuelle Studie.

Risiko-127x150 in MaRisk-Management: Drei Viertel der Versicherer erzielen SynergienBei den internen Kontrollsystemen (67 Prozent) und im Prozessmanagement (43 Prozent) wirke sich das Zusammenspiel mit dem Risikomanagement ebenfalls besonders positiv aus. Das hat die Studie MaRisk – Risikomanagement in der Versicherungswirtschaft vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Beratungshauses PPI AG ergeben. 103 Entscheider aus den Bereichen Risikomanagement, Controlling und Revision wurden dazu befragt.

Die Einführung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk (VA)) sei zudem für große Versicherer ein wichtiger Schritt, um sich auf die künftigen europäischen Eigenkapitalregeln Solvency II vorzubereiten. 90 Prozent der Versicherer mit Bruttobeitragseinnahmen von 500 Millionen Euro und mehr stimmen dieser Bewertung zu. Bei den kleineren Versicherern sind es 78 Prozent.

„Der hohe Grad an Synergien zwischen Risikomanagement und internen Kontrollsystemen (IKS) markiert einen Paradigmenwechsel“, sagt Wolfram Spengler, Senior Manager Insurance bei PPI. Galt das interne Kontrollsystem vor gut zehn Jahren noch als isoliertes Aufgabenfeld der Revisoren, so würden sich heute Risikomanagement, Controlling oder Betriebsorganisation zumeist gemeinsam mit diesem Themenkomplex beschäftigen.

Der Trend zu einer differenzierteren Arbeitsteilung beim IKS führte in manchen Häusern bereits dazu, die Verantwortung für die konkrete Ausgestaltung den einzelnen operativ tätigen Abteilungen zuzuordnen. Die Querschnittsbereiche geben hier nur noch den Rahmen vor und intervenieren bei Verstößen, so die Studienmacher.

Mit neuem Anpassungsdruck durch die europäischen Vorgaben rechnen die Versicherer insbesondere bei der Datenbereitstellung. 70 Prozent der befragten Führungskräfte gehen davon aus, dass die Frequenz der Datenbereitstellung künftig erhöht werden müsse. 68 Prozent prognostizieren eine Anpassung der Datenflüsse. Darüber hinaus plädieren 59 Prozent der Befragten dafür, einen einheitlichen Datenpool aufzubauen, um die Risikoberichterstattung, Limitberechnung und sonstige Informationen im geforderten Umfang leisten zu können.

Bei den MaRisk (VA) handelt es sich um verbindliche Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Ausgestaltung des Risikomanagements in deutschen Versicherungsunternehmen. Im Januar 2009 wurde im Rahmen des Rundschreibens 3/2009 die Endfassung der MaRisk veröffentlicht. (lk)

Foto: Shutterstock

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