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R+V fährt Einmalbeitragsgeschäft zurück

Der zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende Versicherungskonzern R+V hat das umstrittene Geschäft gegen Einmalbeiträge im vergangenen Jahr verringert. Obwohl damit bewusst auf Marktanteile in der Lebensversicherung verzichtet wurde, konnte das Rekordneugeschäft aus dem Vorjahr wiederholt werden.

Friedrich Caspers

Dem Geschäftsbericht zufolge erzielte die R+V Lebens- und Pensionsversicherung 2010 bei stagnierenden Bruttobeiträgen in Höhe von 5,6 Milliarden Euro ein Neugeschäft von 2,74 Milliarden Euro. Damit knüpft das Unternehmen an sein starkes Vorjahresergebnis an.

Während damals vor allem die um mehr als ein Drittel gesteigerten Einmalbeiträge verantwortlich waren [1], hat der Versicherer diese, wegen ihrer Kurzfristigkeit verpönten, Geschäfte im vergangenen Jahr reduziert. Trotz eines Rückgangs um 3,6 Prozent steuerten sie mit 2,2 Milliarden Euro dennoch den Löwenanteil zum Neugeschäft bei.

R+V-Vorstandschef Dr. Friedrich Caspers betont indes, dass in seinem Unternehmen keine “kurzfristigen, nicht nachhaltigen Anlagegeschäfte” möglich seien. Immerhin verbuchte die R+V 2010 mit einem Neugeschäftsplus von 14,7 Prozent auf 499 Millionen Euro einen Erfolg bei den branchenübergreifend rückläufigen laufenden Beiträgen.

Über alle Sparten hinweg steigerten die Erstversicherer der R+V ihre gebuchten Bruttobeiträge im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent auf 11,49 Milliarden Euro. Vor allem die private Krankenversicherung konnte mit einem Plus von 13,7 Prozent auf 254 Millionen Euro deutlich zulegen. In der Sparte Schaden-/Unfall kletterten die Beiträge um sechs Prozent auf 3,86 Milliarden Euro.

Der Jahresüberschuss des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 um 29 Prozent auf 261 Millionen Euro. Die R+V meldet zudem einen erfolgreichen Start ins neue Geschäftsjahr. Im ersten Quartal 2011 seien die Beitragseinnahmen im Inland in allen Sparten gestiegen. Die Erstversicherung habe in Deutschland um 4,9 Prozent zulegen können. (hb)

Foto: R+V