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Steigende Gesundheitskosten: Axa sucht Schulterschluss mit Arzneimittelherstellern

Die Axa Krankenversicherung baut ihre Zusammenarbeit mit der Pharma-Branche aus, um Kosten einzusparen. Zu den fünf zusätzlichen Kooperationspartnern zählen die Arzneimittelhersteller Pfizer, MSD, Novo Nordisk, Takeda und Nycomed.

Der Kölner Versicherer begründet den Ausbau der Pharma-Kooperationen damit, dass die Beiträge der Versicherten so stabil wie möglich gehalten werden sollen. „Da wir keinen Einfluss auf die allgemeinen Preissteigerungen im Gesundheitswesen haben, müssen wir Möglichkeiten finden, diese zusätzlichen Kosten an anderer Stelle durch Einsparungen aufzufangen“, sagte Klaus-Dieter Dombke, Leiter des Leistungs- und Gesundheitsmanagements bei der Axa Krankenversicherung. Die ausgehandelten Rabatte kämen somit allen Vollversicherten der Axa-Krankenversicherung zugute. Dombke betonte, dass die Therapiefreiheit des behandelnden Arztes von den Kooperationen unberührt bleibe. Die tarifliche Zusage zur Erstattung von Arzneimitteln gelte uneingeschränkt fort, auch für die Medikamente anderer Hersteller.

Das Unternehmen Pfizer wird im Bereich Herz-Kreislauferkrankungen mit dem Versicherer zusammenarbeiten. Die Pharmahersteller MSD, Novo Nordisk und Takeda unterstützen die Axa Krankenversicherung künftig im Bereich Diabetes. Den fünften Hersteller Nycomed gewann das Unternehmen als Kooperationspartner für die Gastroenterologie.

Die Axa Krankenversicherung kooperiert bereits seit Dezember 2009 mit verschiedenen Arzneimittelherstellern. Weitere Kooperationen werden angestrebt, teilte das Unternehmen mit. (lk)

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