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Swiss Life: Weniger Kosten, mehr Geschäft

Der Versicherer Swiss Life Deutschland konnte seine finanzielle Stabilität im Geschäftsjahr 2010 trotz des niedrigen Zinsumfelds eigenen Angaben zufolge deutlich zu erhöhen. Im Gegensatz zum Marktdurchschnitt habe das Unternehmen einen Anstieg bei den laufenden Beitragseinnahmen verzeichnet. Erfreut zeigte man sich in München zudem über die gleichzeitige Senkung der Verwaltungskosten.

Klaus G. Leyh

“Sicherheit und finanzielle Stabilität haben für uns oberste Priorität. Schließlich wollen und werden wir langfristig die Erfüllbarkeit der Kundenverträge gewährleisten”, erklärt Klaus G. Leyh, CEO von Swiss Life in Deutschland. “Dabei ist positive Spießigkeit nicht der schlechteste Ratgeber, wie unser Geschäftsergebnis 2010 zeigt.”

Die Kennzahlen von Swiss Life in Deutschland aus 2010 im Einzelnen:

Bei den gebuchten Bruttobeiträgen verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 4,2 Prozent auf 1,377 Milliarden Euro (2009: 1,322 Milliarden Euro), wobei sich die laufenden Beiträge entgegen dem Markttrend um 2,1 Prozent auf 978,7 Millionen Euro erhöhten. Die Einmalbeiträge stiegen um 9,7 Prozent auf 398,6 Millionen Euro (2009: 363,3 Millionen Euro). Die Stornoquote konnte auf 4,9 Prozent (2009: 5,6 Prozent) gesenkt werden.

2010 erwirtschaftete Swiss Life in Deutschland ein Kapitalanlageergebnis von 605,5 Mllionen Euro (2009: 508,9 Millionen Euro). Das entspricht einer Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von rund 4,7 Prozent (2009: 4,1 Prozent).

Das Eigenkapital belief sich auf 276,7 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 10,6 Prozent (2009: 250 Millionen Euro) entspricht. Der Jahresüberschuss betrug 36,5 Millionen Euro und wuchs gegenüber dem Vorjahr (16 Millionen Euro) um 128,1 Prozent.

Die Abschlusskosten stiegen in Abhängigkeit zum höheren Neugeschäft. Die Abschlusskostenquote, bezogen auf die Beitragssumme des Neuzugangs, lag bei 5,4 Prozent (2009: fünf Prozent). Die Verwaltungskosten sanken auf 30,5 Millionen Euro (Vorjahr: 37,2 Millionen Euro). Die Reduzierung der Verwaltungskosten führte zu einer Verwaltungskostenquote von 2,2 Prozent (2009: 2,8 Prozent).

Seite 2: Operative Effizienz gesteigert [1]

Die deutsche Niederlassung von Swiss Life konnte eigenen Angaben zufolge vor allem ihre operative Effizienz nachhaltig verbessern. Erste signifikante Kosteneinsparungen realisierte der Lebensversicherer durch die Verschlankung von Geschäftsprozessen und -strukturen [2] im Rahmen des konzernweiten Programms “Milestone”.

Als stärkste Treiber des Neugeschäfts erwiesen sich laut Unternehmensmitteilung Produktlösungen wie beispielsweise die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, die ein Plus von 23 Prozent erreichte sowie die Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung, die fast 30 Prozent der laufenden Neugeschäftsbeiträge ausmachte. Ebenfalls erfolgreich eingeführt wurde laut Swiss Life in Deutschland die Sofortrente [3] mit Prämienrückgewähr, welche die Angebotspalette der Einmalbeitragsprodukte ergänzen soll.

Auch der Hannoveraner Allfinanzvertrieb AWD, Tochterunternehmen von Swiss Life, hat nach den dicken Verlusten im Vorjahr 2010 einen großen Sprung gemacht und ist – wie jüngst vermeldet – in die Gewinnzone zurückgekehrt [4]. (te)

Foto: Swiss Life