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Umfrage: Die meisten Deutschen wollen nicht für Finanzberatung zahlen

Zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) lehnen eine honorarbasierte Finanzberatung weiterhin ab. Doch mit steigendem Einkommen wächst die Zustimmung. Dies hat eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Skandia Lebensversicherung aus Berlin ergeben.

Vier von zehn Befragten (39 Prozent) mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 3.000 Euro und mehr sind der Ansicht, dass eine kompetente Beratung auch Geld kosten darf, so die Umfrage.

Viele Deutschen drücken sich jedoch um das ungeliebte Thema „Finanzplanung“ herum. So geben 33 Prozent der Befragten an, dass sie sich noch nie haben beraten lassen. Für die Studienmacher zeigt dieses Ergebnis exemplarisch, warum so viele Bundesbürger für die Zukunft nicht ausreichend versorgt sind. Denn wer sich nicht beraten lässt, erkenne oft gar nicht, welche Versorgungslücken im Alter entstehen. Das Ergebnis zeige aber auch, welch großes Potenzial in Finanzberatungen aller Art stecke, so die Marktforscher.

Die Erfahrungen, die die Befragten in der Vergangenheit mit Finanzberatungen gemacht haben, sind gemischt: Rund jeder fünfte  Bundesbürger (18 Prozent) verbindet das letzte Gespräch mit negativen Gedanken. Ausdrücklich positiv bewertet ihre Finanzberatung rückblickend immerhin ein Viertel der Befragten.

„Die kontroversen Diskussionen um die Honorarberatung sind auch in der Bevölkerung spürbar“, sagt Hermann Schrögenauer, Vorstand Vertrieb und Marketing der Skandia Lebensversicherung: „Für die Zukunft setzen wir auf alternative Vergütungsmodelle [1], die eine fortlaufende Beratung des Kunden fördern.“

„Kunden wollen aufrichtig, offen und fair behandelt werden“

Weiter ergab die Umfrage, dass sich die Deutschen am ehesten der Familie anvertrauen, wenn sie Rat oder Unterstützung brauchen. Vor allem in privaten und beruflichen Angelegenheiten sowie bei Mode- und Schönheitsfragen steht die Familie an erster Stelle. Fachleute von außen werden vor allem bei Gesundheits- (78 Prozent) und Finanzfragen (70 Prozent) zu Rate gezogen.

Neben den Erfahrungen, Erwartungen und Vorzügen einer Beratung wollte der Versicherer aus Berlin, der zur Old Mutual Gruppe gehört, folgendes wissen: Auf welche Eigenschaften legen die Bundesbürger bei einer Versicherung besonderen Wert? Für fast jeden dritten Befragten (32 Prozent) steht die Ehrlichkeit an erster Stelle. Die übrigen Eigenschaften, wie kompetente Beratung, Transparenz, Seriosität und Verlässlichkeit folgen mit beinah identischen Werten und einigem Abstand.

„Die Kunden wollen also vor allem aufrichtig, offen und fair behandelt werden. Berater, die das beherzigen, werden die Zufriedenheit ihrer Kunden erhöhen und damit sicherlich noch häufiger um Rat gefragt“, glaubt Schrögenauer. (lk)

Foto: Shutterstock

Grafik: Skandia