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Continentale strebt vollständige Mannheimer-Integration an

Der Continentale Versicherungsverbund hat mitgeteilt, die vollständige Integration der Mannheimer Versicherungen anzustreben. Derzeit halten die Dortmunder rund 92 Prozent der Mannheimer-Aktien. Auf die Vertriebsstruktur und den Personalbestand soll sich die Voll-Übernahme nicht auswirken.

Die verbleibenden acht Prozent der Mannheimer-Aktien befinden sich im Streubesitz. Den Kleinaktionären soll ein Angebot für ihre Anteile gemacht werden, kündigte Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender der Continentale, an. Zeitgleich habe man ein „Squeeze-out-Verfahren“ eingeleitet, um 100 Prozent zu erwerben und die Gesellschaft von der Börse zu nehmen. Unter einem „Squeeze-out“ ist ein mit Zwang verbundener Ausschluss von Minderheitsaktionären aus einer Aktiengesellschaft zu verstehen.

Helmut Posch, Continentale

„Die Continentale ist bei allen Gesellschaften des Verbundes alleinige Anteilseignerin. Dies wollen wir auch bei der Mannheimer so“, betonte Posch, der im Anschluss nähere Pläne für die zukünftige Ausrichtung der Mannheimer bekannt gab.

Laut Posch soll der Sachversicherer Mannheimer Versicherung als eigenständiges Unternehmen in Mannheim erhalten bleiben. Mannheim wird damit vierter Direktionssitz des Verbundes neben Dortmund, Köln und München.

Einen Bestandsschutz gibt es alllerdings nicht für alle Unternehmenseinheiten. So kündigte der Versicherer an, dass die Geschäftsmodelle der zum Mannheimer-Konzern gehörenden Krankenversicherung und der Mamax Lebensversicherung mit denen der entsprechenden Gesellschaften der Continentale zusammengelegt werden sollen. Bei diesen Veränderungen müsse sich aber niemand um seine berufliche Zukunft Sorgen machen, sagte Posch. „Wir stehen zu unseren Versprechen: Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen und die Mannheimer wird ein starker Bestandteil in unserem Verbund.“ Die Umsetzung der Pläne werde man unter Einbeziehung der Mitarbeiter transparent und partnerschaftlich gestalten, so Posch.

Die Vertriebe von Continentale und Mannheimer sollen indes als eigenständige Einheiten erhalten bleiben. In der Ausschließlichkeit können die Vertriebspartner auf „ausgewählte Tarife der jeweils anderen Gesellschaften über Ventillösungen zugreifen“, heißt es. (lk)

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