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Unisex-Tarife: Continentale wirbt mit Bestandsschutz

Der Versicherer Continentale aus Dortmund hat seine neue Leben-Tarifgeneration mit einem „Unisex-Schutz“ ausgestattet. Dieser soll Beitragserhöhungen ausschließen, wenn Kunden nach Einführung der Unisex-Regelung ab dem 21. Dezember 2012 ihren Altvertrag ändern lassen wollen.

Zwar betont die Continentale, dass bestehende Verträge grundsätzlich nicht von der Unisex-Regelung [1] betroffen sind – diese schreibt Versicherern vor, ihren Kunden in Zukunft nur noch geschlechtsunabhängig kalkulierte Versicherungstarife anzubieten. Frühere Versicherungsbedingungen würden aber in der Regel vorsehen, dass Vertragsänderungen nach dem dann jeweils gültigen Tarif erfolgen – nach dem 21. Dezember 2012 sei dies der Unisex-Tarif, begründet der Versicherer und hofft damit auf ein anziehendes Neugeschäft in den verbleibenden Monaten vor der Umstellung. So wird es beispielsweise für Männer künftig teurer, wenn sie eine private Rentenversicherung erst zu Unisex-Bedingungen abschließen.

„Kunden können jetzt auch mit einem kleinen Beitrag in die Vorsorge einsteigen und haben später noch die Möglichkeit, ihren Schutz zu den geschlechtsspezifischen Rechnungsgrundlagen des Grundvertrags problemlos auszubauen“, sagt Continentale-Vorstand Dr. Dr. Michael Fauser. Die Option soll für die neue Tarifgeneration gelten. Laut Continentale umfasst diese die (Risiko-)Lebensversicherung, die Rentenversicherung und die Berufsunfähigkeitsvorsorge. (lk)

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