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Versicherer wollen Bestandsführung reformieren

Versicherer richten ihre internen Abläufe verstärkt neu aus: Vor allem die Bestandsführung soll verändert werden, um Kosten zu senken und die Effizienz zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt der „World Insurance Report 2012“ der Unternehmensberatung Capgemini.

Dieser hat 19 Versicherungsmärkte in Europa, Asien, Australien und den USA analysiert sowie 71 Führungskräfte aus dem Versicherungsbreich befragt. Für den deutschen Markt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass viele rein national tätige deutsche Versicherer höhere Betriebskostenquoten als internationale Anbieter aufweisen und daher in besonderem Maße von Effizienzsteigerungen profitieren können.

Vor allem in Europa wird das Thema der Transformation der Bestandsführung mit einer Zustimmung von 93 Prozent als besonders wichtig angesehen, teilt Capgemini mit.

„Die Transformation der Bestandsführung ist von fundamentaler Bedeutung für Versicherer, denn Gelegenheiten zur Verbesserung von Marge und Umsatzwachstum sind rar geworden“, sagt Volker Gerlach, Vice President Financial Services bei Capgemini Consulting. „Unter diesen Bedingungen versuchen die Versicherer, mit der Modernisierung von veralteten Policensystemen Abläufe zu rationalisieren und damit die Betriebskosten zu reduzieren, was dringend nötig ist. Die damit erzielten Effizienzgewinne verbessern die Kundenzufriedenheit und führen zu einer besseren Policenbearbeitung“, ergänzt Gerlach.

Darüber hinaus kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass nur wenige Versicherer in der Position sind, ihre Prämien zu erhöhen, obwohl die Prämienvolumina in einigen Märkten steigen: Viele Versicherer stünden vor der schwierigen Aufgabe die Umsätze zu steigern, während die Kunden zunehmend auf den Preis achten und Produkte standardisiert werden, so das Studienfazit. (lk)

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