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Umfrage: Deutsche verzichten eher auf Altersvorsorge als auf Hausratversicherung

Wenn die Deutschen ihren Versicherungsschutz reduzieren müssten, würden 36 Prozent am ehesten bei Lebensversicherung und Altersvorsorge ansetzen – aber nur 21 Prozent bei der Hausratversicherung. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung im Auftrag der Zurich Insurance Group.

Studien, bei denen sich in einer Frage gleich zwei verstecken, lassen Raum für Interpretationen – so auch die “europäische Zurich-Studie” mit dem Titel “Wie gehen Sie mit der Wirtschaftskrise um?”. Darin lautet eine Frage: “Bei welcher Versicherung würden Sie Leistungen beziehungsweise Deckung reduzieren oder auf welchen Versicherungsschutz ganz verzichten?” (siehe Grafik unterhalb). Dazu ist anzumerken: Natürlich ist es ein Unterschied, ob beispielsweise die Ablaufleistung einer Lebensversicherung über ein zeitweiliges Aussetzen der Beiträge lediglich reduziert wird, oder ob die Police komplett gekündigt wird – sei es drum.

Deutsche sehen größtes Kürzungspotenzial bei Altersvorsorge

Laut der Studie gaben die meisten Befragten in Deutschland an (36 Prozent), dass sie am ehesten ihre Lebensversicherung beziehungsweise ihre Altersvorsorge reduzieren oder aufgeben würden. Auch die Befragten in der Schweiz (36 Prozent) und Portugal (26 Prozent) halten diesen Versicherungsbereich am häufigsten für vernachlässigbar.

Nur sechs Prozent der Deutschen würden hingegen die Axt bei der Haftpflichtversicherung ansetzen, 13 Prozent bei der (privaten) Krankenversicherung. Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Autoversicherung würden 30 Prozent der Bundesbürger nach Sparpotenzial suchen – oder gleich die komplette Prämie durch einen Verzicht aufs Auto einsparen.

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Bei welcher Versicherung würden Sie Leistungen beziehungsweise Deckung reduzieren oder auf welchen Versicherungsschutz ganz verzichten?                     Quelle: Zurich Insurance Group

Der Vergleich mit den übrigen sechs europäischen Ländern zeigt, dass die Italiener und Russen vor allem ihre Diebstahl- oder Feuerversicherung reduzieren oder aufgeben würden, während die Österreicher an ihrer Autoversicherung sparen (48 Prozent) und die Spanier offenbar wenig Wert auf eine Krankenversicherung legen (59 Prozent).

Beim Versicherer Zurich betont man, dass sich trotz Wirtschaftskrise nichts am Bedürfnis nach einer guten Versicherungsdeckung geändert habe, darin seien sich alle Länder einig. Demnach würden mehr als 90 Prozent der Befragten in den “mediterranen Ländern” Italien, Spanien und Portugal sowie in der Schweiz ihre Versicherungen beibehalten, selbst wenn sie ihr Haushaltsbudget kürzen müssten. In Deutschland sind dazu hingegen “nur” 83 Prozent bereit (siehe Grafik unterhalb). (lk)

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Wo würden Sie Kosten senken oder wo wären Sie bereit Ihr Familienbudget
zu reduzieren, wenn Ihr Einkommen / Lohn sinken würde? (nur Befragte in Deutschland) Quelle: Zurich Insurance Group