Anzeige
6. November 2013, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Social Media von Krankenkassen nicht relevant

Gesetzliche Krankenversicherungen werden in sozialen Netzwerken von den Verbrauchern bislang kaum wahrgenommen, so das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts You Gov. Die Aufmerksamkeit der jungen Zielgruppen für die Auftritte der Krankenkassen ist demnach gering.

Soziale Netzwerke: Auftritte von Krankenkassen aus Verbrauchersicht nicht notwendig

Die You-Gov-Studie untersucht neben der generellen Wahrnehmung auch die Erwartungen an das Social-Media-Angebot gesetzlicher Krankenkassen.

Laut der You-Gov-Studie “Social Media-Strategien für Krankenkassen” nutzt zwar ein Großteil der gesetzlich Krankenversicherten zwischen 16 und 39 Jahren Soziale Netzwerke mindestens mehrmals die Woche. Nur 14 Prozent der Befragten geben demnach jedoch an, dort in letzter Zeit Auftritte von Krankenkassen wahrgenommen zu haben.

Lediglich von den “großen” Kassen AOK, Barmer GEK, DAK und TK (in alphabetischer Reihenfolge) sei Notiz genommen, so die Studie. So erscheint es auch nicht verwunderlich, dass mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) die Angebote der Kassen in sozialen Netzwerken für “nicht notwendig” hält.

Gute Bewertung, geringe Aufmerksamkeit

Dennoch werden laut der Studie die Auftritte der gesetzlichen Krankenkassen von eben diesen 36 Prozent als gut bewertet. Aus Sicht der Versicherten sind die Angebote demnach vor allem dafür geeignet, um sich über krankenkassen- oder gesundheitsbezogene Themen zu informieren (53 Prozent). Nur 31 Prozent finden die Auftritte in den sozialen Netzwerken geeignet, um sie für die direkte Kommunikation mit einer Krankenkasse zu nutzen.

Die gleiche Anzahl der Befragten nennt der Studie zufolge die Teilnahme am Bonusprogramm der entsprechenden Krankenkasse als einen möglichen Nutzungsanlass. 29 Prozent können sich demnach vorstellen, sich in sozialen Netzwerken über neue Leistungen zu informieren. Für 27 Prozent könnte der Auftritt im sozialen Netzwerk als Informationsquelle vor einem eventuellen Wechsel der Krankenkasse dienen.

Informationsquelle, kein Kommunikationskanal

“Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass sich Social-Media-Angebote von Krankenkassen momentan nur bedingt eignen, die Customer Experience der Versicherten zu erhöhen”, weiß Dennis Bargende, Senior Consultant bei You Gov.

Krankenkassen sollten über soziale Netzwerke in erster Linie Informationen über kassenspezifische Mehrleistungen und Services, wie Bonusprogramme und Wahltarife an die Versicherten herantragen, um sich gegenüber dem Wettbewerb stärker zu profilieren. Zumal 95 Prozent der zu erbringenden Leistungen gesetzlich vorgeschrieben sind, so Bargende weiter.

Für die Studie „Social Media-Strategien für Krankenkassen“ hat You Gov im September 2013 rund 1.000 Personen zwischen 16 und 39 Jahren repräsentativ befragt. (jb)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Das ist nicht verwunderlich – die Nutzung steht damit in direktem Zusammenhang mit der persönlichen Einstellung und der Emotionalität, die diesen neuen Medien entgegengebracht wird.

    Möchte Ihren Artikel gerne in mein Blog http://www.bayartz.de unter Quell-Angabe übernehmen – ist das machbar?

    Kommentar von Hans Bayartz — 7. November 2013 @ 08:35

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...