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bAV als effizientes Tool für Arbeitgeber und -nehmer nutzen

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) stellt eine attraktive Vorsorgeoption dar, bei der sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren. Allerdings setzt diese Vorsorgeform aufgrund ihrer Komplexität eine qualifizierte und spezialisierte Beratung voraus.

Dr. Matthias Wald, Swiss Life Select Deutschland

Für die Sicherheit der bAV ist mit einem mehrstufigen System gesorgt, in das neben den Arbeitgebern zum Beispiel auch Versicherungen eingebunden sind. So erhält der Mitarbeiter auch im Falle der Insolvenz des Arbeitgebers seine Leistung.

Seit Jahren droht der deutschen Unternehmenslandschaft ein Mangel an qualifizierten Fachkräften [1]. Der demografische Wandel unserer Gesellschaft wirkt sich hier zusätzlich aus, denn infolge sinkender Geburtenraten ergibt sich auch ein Rückgang an Nachwuchskräften im Markt, der im schlimmsten Fall den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden könnte.

Um dieser Entwicklung entgegenwirken und wettbewerbsfähig agieren zu können, müssen Unternehmen den Kampf um die besten Talente, den “war for talents”, aufnehmen und neue Wege in der Mitarbeiterbindung gehen. Eine attraktive Option ist hier die betriebliche Altersvorsorge [2], deren Potenzial in Deutschland noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Beitragszahlungen als Betriebsausgaben geltend machen

Das ist schade, denn die bAV [3] bedeutet für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Reihe von Vorteilen. Arbeitgeber [4] können mit Bereitstellung entsprechender Vorsorgelösungen für ihre Mitarbeiter attraktive Angebote zur Verfügung stellen und sichern sich so einen klaren Wettbewerbsvorteil im Markt.

Die bAV als Instrument der Mitarbeiterbindung bedeutet für sie gleichzeitig geringen Aufwand, denn Unternehmen können die Beitragszahlungen als Betriebsausgaben geltend machen. Auch kann der Arbeitgeber die Mitarbeiter mit der Weitergabe eingesparter Sozialabgaben motivieren und eine höhere Durchdringung der Entgeltumwandlung [5] erreichen.

Arbeitnehmer: Monatliche Sparsumme im dreistelligen Bereich

Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer wiederum profitieren davon, dass sie mithilfe ihres Arbeitgebers gezielte Vorsorge für den eigenen Ruhestand betreiben. Ihr Sparvorteil: Da sich die Beitragszahlungen aus dem Bruttogehalt speisen, ist eine monatliche Sparsumme im dreistelligen Bereich für Arbeitnehmer gut realisierbar.

Für die Sicherheit der bAV ist mit einem mehrstufigen System gesorgt, in das neben den Arbeitgebern zum Beispiel auch Versicherungen eingebunden sind. So erhält der Mitarbeiter auch im Falle der Insolvenz des Arbeitgebers [6] Leistungen aus der bAV.

Seite zwei: Komplexität der Betriebsrente [7]

Trotz der vielen Vorteile ist die bAV in der deutschen Unternehmenslandschaft noch zu wenig verbreitet. Gründe hierfür können in der Komplexität dieser Vorsorgeform liegen, die insgesamt fünf verschiedene Durchführungswege beinhaltet und zusätzlich auch Möglichkeiten für die Kombination mehrerer dieser Modelle bietet.

Finanzdienstleister und Versicherungsunternehmen müssen deshalb gerade in diesem komplexen Segment eine qualifizierte und spezialisierte Beratung sicherstellen, um Unternehmen und Verbrauchern attraktive und bedarfsgerechte Lösungen anzubieten.

Win-Win-Situation für alle Beteiligten

In unserem Haus wird die bAV-Spezialistenausbildung mit einer Lizenz nachgewiesen, deren Gültigkeit regelmäßig erneuert werden muss. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, um einmal erworbenes Fachwissen auf aktuellem Stand [8] zu halten.

Hier ist die Branche gefragt, gute Qualifikationsangebote mit fortlaufenden Weiterbildungsmaßnahmen bereitzustellen und den Weg für die Verbreitung individueller bAV-Konzepte zu ebnen – und damit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten zu schaffen.

Autor Dr. Matthias Wald ist Vertriebsgeschäftsführer von Swiss Life Select Deutschland.

Foto: Swiss Life