Honorarberatung: die Fronten bröckeln

Ein zweites kommt hinzu. In den Finanzinstituten setzt sich immer mehr eine Erkenntnis durch: Zwar ist auch die Honorarberatung nicht frei von Interessenkonflikten, aber wer es Ernst meint mit dem Kulturwandel und die Kundenzufriedenheit voranbringen will, der kommt schwer an der Beratung auf Honorarbasis vorbei.

Daher bin ich überzeugt, dass viele etablierte Finanzdienstleister sich nicht sagen lassen wollen, sie konterkarierten das Ziel der Regierung, die Honorarberatung zu stärken. Heute wäre es für die Bundesregierung sicherlich zu riskant, die Provisionsberatung einfach mit einem Federstrich abzuschaffen.

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Zartes Pflänzchen

Erst in ein paar Jahren werden wir sehen, ob sich die Honorarberatung wirklich zu einer echten Alternative entwickelt hat. Bis dahin ist noch ein langer Weg zu gehen, momentan ist die Beratung auf Honorarbasis mit nur ein paar tausend Beratern noch ein äußerst zartes Pflänzchen.

Autor Dr. Herbert Walter führte von 2003 bis 2009 die Dresdner Bank. Davor war er bei der Deutschen Bank weltweit für Privat- und Geschäftskunden verantwortlich. Heute arbeitet er als Unternehmensberater für den Mittelstand, für Finanzdienstleister und Investoren. Unternehmerisch engagiert sich er sich beim Finanz- und Beraterportal WhoFinance.de.

Foto: HW Pressefoto / Whofinance / 4/2011

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