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Infrastrukturprojekte: EU will Anreize für Versicherer schaffen

Die Europäische Union (EU) plant einem aktuellen Medienbericht zufolge verstärkt Anreize für Versicherungsgesellschaften zu schaffen, sich an langfristigen Infrastrukturprojekten zu beteiligen. Diese sollen der gefährdeten wirtschaftlichen Erholung Europas entgegentreten.

Die Europäische Kommission will Infrastrukturprojekte gegen den wirtschaftlichen Stillstand fördern.

In einem ersten Schritt will die Europäische Kommission laut der US-Nachrichtenagentur Bloomberg noch heute Kapitalregeln für Versicherer bekannt geben.

Geringere Kapitalanforderungen für langfristige Investments

Diese beinhalten nach Angaben von Klaus Wiedner, Referatsleiter für Versicherungen und Renten in der Abteilung für Finanzdienstleistungen der Europäischen Kommission, insbesondere geringere Kapitalanforderungen [1] für langfristige, grenzüberschreitende Investments.

Bereits letztes Jahr schlug EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier die Implementierung sogenannter Europäischer Langfristiger Investmentfonds (ELTIF) vor, die Minimumkriterien bezüglich Steuerung und Strategie genügen sollen. Europäischen Unternehmen wird mit dieser Fondskategorie eine alternative Finanzierungsmöglichkeit zu Banken geboten, so Bloomberg.

Wiedner betont, dass ELTIFs in erster Linie für langfristige Infrastrukturprojekte [2] eingesetzt würden. Zudem sollen Investitionen in ELTIFs eine geringere Risikogewichtung erhalten um die Kapitalanforderungen an Versicherungsgesellschaften niedrig zu halten. (nl)

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