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PKV: Neun von zehn Unisex-Tarife bleiben stabil

Die privaten Krankenversicherer (PKV) haben die Beiträge der zum Jahresende 2012 eingeführten Unisex-Tarife [1] zu Anfang 2014 überwiegend stabil gehalten. Zu diesem Ergebnis kommt das Hofheimer Analysehaus Morgen & Morgen (M&M), das knapp 500 PKV-Vollversicherungstarife untersuchte.

Die neuen Unisex-Tarife der PKV [2] bleiben im Neugeschäft 2014 zum großen Teil stabil.

Laut M&M haben die Gesellschaften ihre Vollversicherungstarife für das Neugeschäft 2014 nur um durchschnittlich 0,1 Prozent gegenüber 2013 angepasst (siehe Tabelle). Die Analysten führen die Stagnation darauf zurück, dass die Unisex-Tarife “sehr genau” und teilweise “sogar zu vorsichtig” kalkuliert seien.

Demzufolge mussten 88 Prozent der Tarife nicht angepasst werden, bei den restlichen zwölf Prozent wurden die Beiträge sowohl durch Erhöhungen, als auch durch Senkungen angepasst, heißt es. Gesenkt und erhöht wurde demnach etwa in gleichem Maße: Bei sieben Prozent der Unisex-Tarife wurden die Beiträge um rund 4,8 Prozent erhöht und bei fünf Prozent der Tarife wurden die Beiträge um rund 4,9 Prozent gesenkt.

Unisex: Belastbare Aussage erst nach längerer Zeit möglich

“Eine belastbare Aussage über die Stabilität der einzelnen Tarifbeiträge und eine Bewertung der Entwicklung ist sicherlich erst über einen längeren Zeitraum sinnvoll, doch können wir der Branche aktuell ein hervorragendes Zeugnis ausstellen”, sagt M&M-Inhaber Joachim Geiberger.

Die aktuell sehr positive Beitragsentwicklung sei insofern eine Ausnahmesituation am Markt, konstatieren die Marktbeobachter, da erstmalig alle Tarife mit Einführung der Unisex-Tarife gleichzeitig neu kalkuliert worden seien. Somit seien alle Tarife noch “frisch kalkuliert” und bedürften “erfahrungsgemäß in diesem Zustand selten hoher Anpassungen”. (lk)

 

88 Prozent der Tarife wurden nicht angepasst, zwölf Prozent schwankten nach oben oder unten.

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